12. Mai 2020, 07:58
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Finanzexperte fordert Stopp der Rentenerhöhung im Juli

Die geplante Rentenerhöhung im Juli soll nach Ansicht des Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen wegen der Corona-Krise gestoppt werden. “Wir brauchen ein Rentenmoratorium bis Ende des Jahres”, sagte Raffelhüschen der “Bild”-Zeitung.

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Bernd Raffelhüschen

Erst dann solle die Bundesregierung entscheiden, ob die Rentenerhöhung doch komme oder ob sie halbiert werden müsse. Andernfalls müssten nur die von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und ausfallenden Lohnerhöhungen betroffenen Erwerbstätigen die Last der Coronakrise tragen.

Die Rente steigt nach einer Verordnung des Sozialministeriums zum 1. Juli in Westdeutschland um 3,45 Prozent, in den neuen Bundesländern um 4,20 Prozent. Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung im vergangenen Jahr. Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen eine Rolle.

Die Folgen der Coronakrise für die Wirtschaft sind in den Festlegungen noch nicht berücksichtigt worden. Auf die nun anstehende Rentenerhöhung hat dies demnach keine Auswirkungen. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

5 Kommentare

  1. Alle kriegen Geld. Eltern Geld.
    Eimalzahlung 300 für Jedes Kind.USW
    und der Rentner bekommt nichts.
    der soll verzichten,
    Nein Danke.
    Habe 48 Jahre für den Staat Steuerbezahlt,
    und meinen Beitrag geleistet.
    Jetzt ist der Stadt dran.
    und nicht mit Rentenkürzen.

    Kommentar von Lowag — 11. Juni 2020 @ 20:00

  2. Ich Kotze auf ihre Kommentare.
    ihr seid die Renten Verbrecher.
    1+1=2
    Rentenerhöhung 2020 ist Rückwirkend,
    von 2019,
    da haben sich alle die Tachen voll gemacht,sie auch
    und der Rentner soll die Fresse halten.
    und sollen verzichten.
    Nein.
    Unsere Bundesregierung schmeißt mit dem Geld Rum.
    Und der Rentner.
    die Alten brauchen das nicht.
    man sollte sie Auf ?????????????????
    Ich Kotze auf ihren Kommentar.

    Kommentar von Lowag — 11. Juni 2020 @ 19:45

  3. Herr Helm,
    mein Respekt. Ich selber stehe zwar erst kurz vor der Rente, muss Ihnen aber unbedingt zustimmen. Aber diese ach tollen (Politiker experten). Man kann nur den Kopfschütteln mit welcher Minimalintelligenz man in der Politik weiter kommt.
    Das gleiche am Montagabend in der ARD, da beraten die europäischen Gesundheitsminister darüber wie man die Medikamentenproduktion wieder nach Europa holen kann, da 80% der Medikamente in China und Indien produziert werden. Ich dachte ich falle von der Coach.

    Kommentar von Gisbert Mewes — 13. Mai 2020 @ 16:47

  4. Sehr geehrter Herr Raffelhüschen,
    ich kann die Ausführungen von Herrn Helm nur unterstreichen.

    Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass im Gegensatz zu Ihnen, der Rentner mit der kleinen Rente die Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln sofort merkt. Um seine karge Rente aufzubessern, hatte dieser Rentner einen 450-EUR-Job. Dafür wurde die Witwenrente entsprechend gekürzt. Aber dank der Krise hat er diesen Job nun auch verloren und damit diese zusätzliche Einnahme, die ihn über Wasser gehalten hat. Welche Hilfe kann er beantragen? Von seinem Arbeitgeber hat er aber dann sich noch immer anhören müssen: „Es sind nicht nur die 450 EUR, die ich ihnen bezahle. Dafür muss ich auch noch Sozialabgaben und Steuern zahlen!“

    Ok, dann haben wir noch den Rentner mit einer kleinen Betriebsrente. Dafür hat er Beiträge während seiner aktiven Zeit entrichtet. Damals in der Annahme, diese ist sozialversicherungsfrei. Heute trägt er davon den vollen Krankenkassenbeitrag. Nun wurde ja, wie ihnen sicher bekannt ist, für diese Personen ein kleiner Freibetrag ins Gesetz geschrieben. Nur wann wird dies durch die Kassen umgesetzt? Dafür fehlt die ‚Manpower‘.
    Vergessen sie nicht, dass der heutige Rentner Beiträge für seinen Anspruch gezahlt hat. Und beachten sie bitte, welche versicherungsfremde Leistungen in der Vergangenheit aus diesem Topf bezahlt worden. In welche Kasse zahlen sie?

    Jetzt noch ein ganz anderes Beispiel: Nehmen sie mal den Rentner, der eine hohe Betriebsrente erhält. Zusammen mit seiner BfA Rente kommt er über die Bemessungsgrenze der Sozialversicherung. Diese Grenze steigt jährlich an und damit seine Beiträge in die Kasse der Krankenkasse. Nur die Betriebsrente wird nicht erhöht. Also ein permanenter Verlust an Einkommen.

    Kommentar von Rainer Lehmpfuhl — 13. Mai 2020 @ 11:24

  5. Diese Anpassung ist eine Folge des Wachstums aus dem Vorjahr. Also ein Ergebnis das schon Realität ist. Ein aussetzen dieser Anpassung käme einer Rentenkürzung gleich. Diese Forderung ist damit für einen angeblichen Experten eine Schande. Es würde mich mal interessieren in welcher Versorgungssituation Herr Raffelhüschen ist? Als Beamter oder Politiker hört man von Kürzungen der eh schon wesentlich höheren Dotierungen nichts von ihm. Gruß
    Gerhard Helm

    Kommentar von Gerhard Helm — 13. Mai 2020 @ 09:16

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