18. Mai 2020, 11:05
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Fusion zwischen Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland auf der Zielgeraden

Mit einem Plus von 7,5 Prozent in der Lebens- und 5,2 Prozent in der Sachversicherungen blickt die Provinzial Nordwest auf ein gutes Geschäftsjahr 2019 zurück. Insgesamt legte der Konzern gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent zu. Die Fusion der Provinzial Nordwest mit der Provinzial Rheinland ist auf der Zielgeraden und soll rückwirkend zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden. Was noch fehlt, ist die Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

Breuer Wolfgang in Fusion zwischen Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland auf der Zielgeraden

Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nordwest

„Mit einem Anstieg der Gesamtbeitragseinnahmen um 6,1 Prozent sind wir weiter sehr ertragreich gewachsen und konnten unsere Planung mit einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 146,3 Mio. Euro deutlich übertreffen“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Breuer.

Dabei erzielte die Provinzial NordWest mit einem Beitragsanstieg von 5,2  Prozent in der Schaden- und Unfallversicherung die höchste Wachstumsrate in ihrer Konzerngeschichte und konnte zugleich die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft prognostizierte Marktentwicklung (plus 3,4 Prozent) übertreffen. Auch im Lebensversicherungsgeschäft war ein kräftiger Beitragsanstieg von 7,5 Prozent auf insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Ende März stimmten die Aufsichtsräte der Provinzial Nordwest und die Gewährträger der Provinzial Rheinland der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zur Fusion zu. Nach erfolgter aufsichtsbehördlicher Genehmigung soll sie mit Rückwirkung zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden. Breuer: „Beide Provinzial Konzerne gehen kraftvoll und substanzstark in die Fusion. Als fusionierter Konzern werden wir in der Top Ten der deutschen Versicherer spielen.“

Zwei Milliarden-Grenze in der Schaden- und Unfallversicherung geknackt

Im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft überschritten die Beitragseinnahmen erstmals die 2 Milliarden Euro-Grenze. Sie stiegen um 5,2 Prozent auf rund 2,05 (1,95) Milliarden Euro an. Überdurchschnittliche Beitragszuwächse konnten mit einem Anstieg von 8,2 Prozent in der Wohngebäudeversicherung und mit einem Wachstum von 4,6 Prozent in der Kraftfahrtversicherung erzielt werden.

Als erster Versicherer hat die Provinzial NordWest zudem ein geodatenbasiertes Modell zur Gebäudewertermittlung entwickelt, das den Bearbeitungsprozess deutlich verschlankt und optimiert. Aber auch das Geschäft in den Sparten Haftpflicht, Unfall und Hausrat entwickelte sich positiv. Breuer: „Das Neugeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung erreichte 2019 mit insgesamt 292 (248) Millionen Euro ein Rekordvolumen.“

Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft sanken die Bruttoschadenaufwendungen 2019, gegenüber dem vom Orkan „Friederike“ geprägten Vorjahr, kräftig um 9,6 Prozent auf insgesamt 1,26 (1,40) Milliarden Euro. Mit „Eberhard“ im März 2019 war nur ein größeres Sturmereignis zu verzeichnen.

Rückläufig waren auch die Aufwendungen für Großschäden. Breuer: „Wir konnten unser versicherungstechnisches Nettoergebnis um 17,1 Prozent auf 148,7 (127,0) Millionen Euro steigern.“ Die Schaden-Kosten-Quote im traditionellen Erstversicherungsgeschäft sank um fast zehn Prozent auf 85,8 (Vorjahr: 95,1) Prozent. Der Marktschnitt liegt nach GDV-Angaben bei rund 93 Prozent.

Lebensversicherung: Gutes Neugeschäft mit flexiblen Produktkonzepten
Auch in der Lebensversicherung hat die Provinzial NordWest im zurückliegenden Geschäftsjahr ein starkes und profitables Wachstum verzeichnet. Die Bruttobeitragseinahmen stiegen um insgesamt 7,5 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro.

Im Neugeschäft gegen laufenden Beitrag legte die Provinzial NordWest Lebensversicherung um 3,1 Prozent auf 80,5 (78,1) Millionen Euro zu; im Einmalbeitragsgeschäft gab es ein deutliches Plus von 21,9 Prozent auf 645,1 (529,4) Millionen Euro.

Zu dieser positiven Beitragsentwicklung trugen nach Angaben des Versicherer unter anderem die steigende Nachfrage nach Lebensversicherungen mit alternativen Garantiekonzepten sowie flexiblen Einzahlungsmodellen bei. Gemessen an der Beitragssumme machten die  Fonds- und Hybridprodukte mittlerweile 68 Prozent des Neugeschäfts aus.

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2020

Die sehr dynamische Beitragsentwicklung setzte sich im ersten Quartal 2020 fort. So wuchsen die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung um 6,6 Prozent und in der Lebensversicherung um 4,5 Prozent. Das Einmalbeitragsgeschäft konnte um 11,1 Prozent auf 152,5 (137,2) Millionen  Euro und der laufende Neubeitrag um 5,1 Prozent auf 20,6 (19,6) Millinen Euro gesteigert werden. Die Schadenentwicklung war durch zahlreiche Sturmereignisse im Februar geprägt. (dr)

Foto: Provinzial Nordwest

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