26. August 2020, 09:56
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Kfz-Versicherung: Preise bleiben konstant – trotz geringerer Schäden 

Während des Lockdowns mussten die Kfz-Versicherer weniger Unfallschäden regulieren. Bei den Preisen der Kfz-Versicherung spiegelt sich diese Entwicklung aber nicht wider. Das zeigt der Kfz-Versicherungsindex des Vergleichsportals Verivox.

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Höhere Preise im Sommer

„Trotz sinkender Schadenzahlen während der Covid-19-Krise sind die Preise für Kfz-Versicherungen gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Überraschend kommt die Entwicklung aber nicht. Erstens steigen die Preise in jedem Jahr nach der Wechselsaison im November, um dann im Oktober wieder zu sinken. Außerdem sind Kfz-Versicherungstarife langfristig kalkuliert, so dass kurzfristige Entwicklungen weniger Einfluss haben.“

Verivox entwickelt den Kfz-Versicherungsindex gemeinsam mit dem Statistik-Experten Professor Wolfgang Bischof von der Technischen Hochschule Rosenheim. Der Index wird so berechnet, dass er die tatsächliche Preisentwicklung darstellt und Abweichungen durch geänderte Kundengruppen ausmerzt.

Durchschnittspreis sinkt wegen veränderter Kundengruppen

Würde nur der Durchschnittspreis ausgewertet, nehmen auch Änderungen bei den Kundengruppen Einfluss auf den Preis. Die Durchschnittspreise waren im März um 8 Prozent gegenüber Januar gestiegen und sind seit Juni fast wieder auf das Januar-Niveau gesunken. „Diese Zahlen sagen aber wenig über die wirkliche Entwicklung der Tarifpreise“, erklärt Wolfgang Schütz. „Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Anteil der Neuwagenkäufer seit Corona niedriger ist. Kunden, die einen Gebrauchtwagen kaufen oder ihre Versicherung wechseln, schließen dagegen seltener leistungsstarke Tarife ab und senken den Durchschnittspreis.“

Zu viel gezahlten Beitrag zurückholen

Es gibt Versicherer, die ihre Kunden an den Corona-Einsparungen beteiligen wollen. „Kunden haben daneben einen ganz direkten Weg, sich zu viel gezahlte Beiträge zurückzuholen“, sagt Wolfgang Schütz. „Der Kfz-Versicherungsbeitrag wird anhand der Laufleistung berechnet. Wer deutlich weniger gefahren ist, kann das seinem Versicherer am Jahresende mitteilen. Wenn dadurch der Beitrag sinkt, wird die Ersparnis rückwirkend zurückgezahlt.“

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Die Zahlen des Kfz-Versicherungsindex von Verivox decken sich mit unseren Erkenntnissen. Die einzige Möglichkeit für Verbraucher ist es, im Fall von Minderkilometer die Laufleistung im Jahr 2020 dem Versicherer mitzuteilen. Liegt diese deutlich unter der im Versicherungsschein definierten Jahreskilometer, so kann sich der Versicherte zu viel bezahlte Beiträge zurückerstatten lassen.

    Kommentar von Tobias von Versicherungsriese.de — 26. August 2020 @ 10:42

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