28. September 2020, 14:20
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Münchener Verein unterzeichnet als erster Versicherer Deutsche Klimavereinbarung

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe hat am 2. September die Deutsche Klimavereinbarung des deutschen Finanzsektors unterschrieben. Der Münchener Gesellschaft ist der erste deutsche Versicherer, der der Klima-Selbstverpflichtung beitritt. Die anderen bisherigen 18 Unterzeichner sind überwiegend Akteure aus dem Bankensektor.Nachhaltigkeitsfonds in Münchener Verein unterzeichnet als erster Versicherer Deutsche Klimavereinbarung

 

Im Fokus der Selbstverpflichtung steht das Ausrichten der Kredit- und Investmentportfolien an Zielen des Pariser Klimaabkommens, das Ende 2015 von 196 Staaten beschlossen wurde und eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius vorsieht.

„Auch für den Münchener Verein ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Grundsatz der Geschäftsstrategie“, betont Karsten Kronberg, CFO der Münchener Verein Versicherungsgruppe und verantwortlich für nachhaltige Kapitalanlagen. „Die Auseinandersetzung mit den immer stärker spürbaren Folgen des Klimawandels ist für den Münchener Verein als private Versicherungsgruppe Bestandteil unseres Risikomanagements.”

Die ökonomische Vernunft gehe dabei Hand in Hand mit der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. “Die Ausrichtung der Kapitalanlageportfolien an den Pariser Klimazielen kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Deshalb unterstützen wir nachdrücklich die Deutsche Klimavereinbarung“, so Kronberg

Die Deutsche Klimavereinbarung gibt es seit 30. Juni 2020. Sie ist eine nationale Umsetzung des „UNEP FI Commitment to Climate Action“ des UN-Klimagipfels vom September 2019. Die Niederlande und Spanien haben daraus vergleichbare nationale Vereinbarungen initiiert. Unterstützt wird die Deutsche Klimavereinbarung, die von der Nachhaltigkeits-Bank Triodos Deutschland und einer Banken-Arbeitsgruppe des World Wildlife Funds (WWF) vorangetrieben wurde, bislang insbesondere von großen deutschen Privatbanken.

Zwölf Monate nach der Unterzeichnung ist der Münchener Verein wie die anderen Mitglieder verpflichtet, Bericht zu erstatten. „Wir werden dieser Pflicht in unserem jährlichen Corporate Social Responsibility Report nachkommen“, betont Kronberg.

Die Mitglieder der Deutschen Klimavereinbarung wollen bis spätestens Ende 2022 gegenseitig akzeptierte Methoden zur Messung der Klimaauswirkungen ihrer jeweiligen Kredit- und Investmentbestände erarbeiten und einführen.

Kronberg sieht den Beitritt als starkes Signal an andere Akteure, die Sustainable Finance voranzutreiben. Es gelte herauszufinden, wie sich bestimmte Kapitalanlagen auf die CO2-Emissionen auswirken. “Dann wollen wir die Kapitalanlage-Portfolien bewusst umlenken, um einen positiven Effekt zu erzielen”.

So hat der Versicherer im Geschäftsjahr 2019 die strategische Assetallokation bereits um ein Impact Portfolio erweitert. Damit wird nun gezielt in Geschäftsmodelle investiert wird, die neben einer risikogerechten Verzinsung auch einen positiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele sicherstellen. (dr)

 

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