25. August 2020, 11:58
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Neue Regionalklassen für neun Millionen Autofahrer

Rund 4,8 Millionen Autofahrer und Autofahrerinnen werden durch die neue Einteilung der Regionalklassen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jetzt vorgestellt hat, künftig wohl höhere Beiträge zahlen müssen. 4,5 Millionen rutschen dagegen in eine bessere Regionalklasse. Für 32 Millionen Autofahrer ändert sich nichts.

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Wo verursachen Autofahrer viele und teure Schäden, wo kracht es nur selten? Um das herauszufinden, berechnet der GDV jedes Jahr die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt die Bezirke in Regionalklassen ein. Nach der neuen unverbindlichen Regionalstatistik des GDV werden in der Kfz-Haftpflichtversicherung jeweils 48 Zulassungsbezirke herauf- bzw. heruntergestuft.

Rund 4,5 Millionen Autofahrer rutschen durch die neue Einteilung in bessere Regionalklassen, während rund 4,8 Millionen FahrerInnen in höhere Regionalklassen herabgestuft werden. In 317 Zulassungsbezirken beziehungsweise für rund 32,4 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleibt es bei den Regionalklassen des Vorjahres.

So wie in Hamburg. Für die Autofahrer in der Hansestadt bleibt es auch nach der neuen Regionalstatistik bei der höchsten Einstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung (Regionalklasse 12), in der Vollkaskoversicherung bleibt Hamburg in der zweithöchsten Stufe (Regionalklasse 8).

Ein wesentlicher Grund für die hohen Regionalklassen: In Großstädten passieren wegen der höheren Verkehrsdichte mehr Unfälle – so haben die Berliner Autofahrer in der Kfz-Haftpflichtversicherung die schlechteste, in der in der Vollkaskoversicherung die bundesweit zweitschlechteste Schadenbilanz.

Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen.

Günstiger Norden, unfallträchtige Großstädte

Besonders gute Schadenbilanzen erreichten Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für die Prignitz in Brandenburg – hier waren die Schäden 30 Prozent niedriger als im bundesweiten Durchschnitt.

Hohe Regionalklassen gelten insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hatte wie schon in den Vorjahren Berlin, wo die Schäden mehr als ein Drittel höher waren als im Bundesdurchschnitt.

GDV: In der Kaskoversicherung überwiegen die Verbesserungen

Auch in den Kasko-Versicherungen ändern sich durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik für viele Autofahrer die Regionalklassen: Für fast 3,4 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte gelten künftig bessere, für 3,2 Millionen höhere Einstufungen. Für fast 80 Prozent bzw. rund 29,6 Millionen bleibt alles beim Alten. (dr)

Foto: Shutterstock

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