12. April 2020, 00:05
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Zulassung von Covid-19-Medikament noch in diesem Jahr?

Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, hat die Einschätzung von Experten bestätigt, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für Covid-19-Medikamente geben könnte.

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“Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Spätsommer die ersten belastbaren Ergebnisse aus den derzeit laufenden Studien bekommen”, sagte Broich dem “General-Anzeiger” aus Bonn (Samstag). “Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können.”

Noch gebe es für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege, betonte er auch. Positive Hinweise etwa bei Remdesivir seien mit Fragezeichen versehen. “Aktuell lassen sich zu keinem Arzneimittel Aussagen zu dessen Wirksamkeit bei Covid-19 treffen”, heißt es beim BfArM. Zunächst seien die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen abzuwarten. Hervorragend wirkende Wundermittel erwarten Experten ohnehin nicht – wirkliche Abhilfe im Kampf gegen Corona wird wahrscheinlich erst eine Impfung bringen, mit der aber erst in etwa einem Jahr gerechnet wird.

Die Entwicklung eines gänzlich neuen Arzneimittels zur Behandlung spezifischer Infektionen nimmt üblicherweise mehrere Jahre in Anspruch. Vor allem die klinischen Studien an Menschen sind sehr aufwendig. Derzeit konzentrieren sich viele Ansätze daher auf Medikamente, die sich bereits in der Entwicklung für andere Erkrankungen befinden oder sogar schon für andere Bereiche zugelassen sind. Ihr Einsatz könnte schneller erfolgen als bei der Entwicklung eines neuen Wirkstoffs.

Derzeit hat das BfArM drei klinische Prüfungen mit Remdesivir bei Covid-19 genehmigt. “Alle in diese Studien einbezogenen Patienten sind moderat bis schwer erkrankt und werden stationär behandelt”, hieß es vom Institut. Zudem habe man Anfang April ein Arzneimittelhärtefallprogramm für das noch nicht zugelassene Mittel für sehr schwer an Covid-19 erkrankte Patienten bestätigt.

Die Substanz Remdesivir, die sich direkt gegen das Virus richtet, wurde ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Da sie damals in der klinischen Prüfung keine guten Ergebnisse brachte, wurde die Entwicklung nicht weiterverfolgt. Weil erste Laborergebnisse im Einsatz gegen Coronaviren aber gut aussahen, wird Remdesivir nun unter anderem in Deutschland in klinischen Studien getestet.

Der Wirkstoff Remdesivir gehört dem US-Pharmakonzern Gilead Sciences. In den USA sind am Wochenende im “New England Journal of Medicine” im Zusammenhang mit Remdesivir ermutigende Resultate von Versuchen veröffentlicht worden.

Zudem seien vier klinische Prüfungen mit Hydroxychloroquin genehmigt, bei denen Menschen mit leichter Covid-19-Erkrankung ambulant oder moderat bis schwer erkrankte Patienten stationär behandelt werden, so das BfArM. Der Wirkstoff ist ein Malariamittel und zielt nicht direkt auf das Virus ab, sondern greift in zelluläre Prozesse ein, die für das Virus existenziell sind. Er hat allerdings erhebliche Nebenwirkungen.

Des weiteren wurde dem BfArM zufolge eine klinische Prüfung eines sogenannten Angiotensin-Converting-Enzyms 2 (ACE2) an schwer erkrankten Covid-19-Patienten genehmigt. Das Enzym könnte den Erreger Sars-CoV-2 daran hindern, in die Zellen einzudringen.

Als erfolgversprechend werden aktuell von vielen Experten neutralisierende Antikörper gesehen. Menschen bilden Antikörper gegen verschiedenste Krankheitserreger, die in den Körper gelangen – auch gegen das neue Coronavirus. Eine klinisch etablierte Methode ist es, Antikörper von genesenen Menschen zu nehmen und Erkrankten zu geben. Bei diesen können die Antikörper dann den jeweiligen Erreger bekämpfen. Es gibt an mehreren Stellen in Deutschland – ebenso wie in anderen Ländern – Ansätze, dieses Potenzial zu nutzen. (dpa-AFX)

Foto: Picture-Alliance

3 Kommentare

  1. Zweite wichtige Ergänzung zu meinem Beitrag vom 16.08.2020

    Die Saponine dürfen selbstverständlich nicht inhaliert werden, weil dadurch die Lunge Schaden nähme, sondern sollten  regelmäßig langsam gelutscht, in die Nase gesprüht und/oder als dickflüssige Lösung auf die Schleimhaut des Rachens, z. B. mit einem Pinsel, aufgetragen werden, so dass dort eine Barriere gegen das Wandern der Viren in die Lunge aufgebaut wird.

    Es geht also darum, dass die Viren abgetötet werden, bevor sie in großer Zahl in die Lunge eindringen können, oder zumindest deren Hülle derart beschädigt wird, dass sie nicht mehr in der Lage sind, dort an die menschlichen Zellen “anzudocken” und Lungenveragen zu verursachen und auch darum, die Ansteckungsgefahr zu vermindern.

    Natürlich dürfen dabei keine giftigen Saponine, wie die des Fingerhutes, sondern möglichst nur die in Nahrungs- und Genussmitteln (Lakritze, Hülsenfrüchte, Tomaten u.  v. m.) enthaltenen, zum Einsatz kommen.

    Efeu wird meines Wissens bereits jetzt
    als rezeptfreies Hustenmittel in Tablettenform angeboten.

    Bis ein solches Spray oder Lösung zur Verfügung steht, könnte man doch empfehlen, vermehrt Hülsenfrüchte oder Tomaten zu verzehren und täglich 100 Gramm Lakritze in kleinen Stücken über den Tag verteilt – bei positivem Test und besonderer Gefährdung auch nachts – langsam zu lutschen.

    hans.ulzener@firemail.de

    Kommentar von Hans Ulzener — 3. September 2020 @ 19:48

  2. Wichtige Ergänzung zu meinem Beitrag vom 16.08.2020

    Wollte selbstverständlich mit meinem o. a Beitrag nicht dazu auffordern, dass jede Person zur Vorbeugung gegen COVID -19 ab sofort Lakritze im Übermaß, oder gar Efeu (giftig!) zu sich nimmt, wobei ich nochmals dringend auf die entsprechenden Warnungen ( siehe bitte ” Glycyrrhizin – Sicherheitshinweise ” in Wikipedia – https://de.m.wikipedia.org/wiki/Glycyrrhizin ) aufmerksam mache !

    Es muss vor einer offiziellen Empfehlung natürlich erst schnellstmöglich von den zuständigen Wissenschaftlern untersucht werden, ob tatsächlich bei regelmäßigem, langsamem Lutschen von Lakritze, oder –  nach entsprechender Aufbereitung des Wirkstoffes Glycyrrhizin, oder anderer Saponine, als Spray – durch regelmäßige Zufuhr in die Nase, eine nachhaltige Verminderung der Coronaviren im Nasen- und Rachenraum eintritt !

    Wäre dies – hoffentlich – der Fall, sollten in erster Linie Ärzte, Pfleger, Infizierte und deren Kontaktperson sowie Risikopersonen zur regelmäßigen Einnahme dieses Stoffes aufgefordert werden.

    Im übrigen enthalten auch zahlreiche andere – als gesund geltende –  Lebensmittel Saponine ( siehe bitte ” Saponine – Vorkommen ” – in Wikipedia – https://de.m.wikipedia.org/wiki/Saponine )…

    Guten Erfolg !

    hans.ulzener@eclipso.de

    Kommentar von Hans Ulzener — 25. August 2020 @ 19:49

  3. Lakritze bzw. Saponine gegen Corona ?

    Offener Brief an alle Virologinnen und Virologen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bin zwar davon überzeugt, dass Sie sich bereits mit meiner folgenden Idee befasst haben, fühle mich jedoch gleichwohl verpflichtet, sie sicherheitshalber, so kurz und so gut, wie für einen Laien möglich, zu beschreiben und sie Ihnen nachfolgend mitzuteilen:

    Wenn ich es richtig verstanden habe, wirkt häufiges Händewaschen mit Seife gut gegen das behüllte Coronavirus, da in ihr Tenside enthalten sind, welche die Oberflächenspannung der Virushülle verringern, sie damit zerstören und damit das Virus abtöten.

    Wenn nun die Tenside der Seife durch die Zerstörung der Virushüllen die Viren auf der Haut der Hände vernichten, könnte man sich dann nicht denselben Effekt auch auf der Schleimhaut des Rachens und der Nase, wo sich die Coronaviren in besonders hoher Konzentration ansiedeln, zu Nutze machen und die Viren durch intensive Zuführung natürlich vorkommender Tenside, also von  S a p o n i n e n, wie sie z. B. in Lakritze, Hülsenfrüchten, Auberginen u. v. m., oder auch im massenhaft wachsenden Efeu, reichlich vorhanden sind, abtöten?

    Dadurch könnte  nach meiner Auffassung die Konzentration der Coronaviren in Nasen- und Rachenraum  erheblich vermindert und somit deren Übertragung auf andere Menschen durch Husten oder Niesen stark eingedämmt, oder sogar verhindert werden.

    Nach schnellstmòglicher Überprüfung meiner These im Labor könnten doch – um Hamsterkäufe zu verhindern – zunächst nur gefährdete Personen (z. B. Ärzte und Pflegepersonal) und dann nach und nach  immer mehr Bevölkerungsgruppen, vor allem in gefährdeten Gebieten, dazu aufgerufen werden, – als Sofortmaßnahme – in vertretbarem Umfang ( siehe Glycyrrhizin – Sicherheitshinweise –  in Wikipedia ),  entweder regelmäßig ein Lakritzbonbon zu lutschen, oder z. B.  Erbsenbrei langsam zu verzehren, damit die Einwirkung auf die Viren im Rachen so intensiv wie möglich ist.

    Nachfolgend könnten diese Stoffe dann  schnellstmöglich in konzentrierter Form  aufbereitet und gut handhabbar der gesamten Bevölkerung als Medikament in Form von Lutschtabletten oder als Nasenspray zur Verfügung gestellt werden.

    Es ist mir natürlich bewusst, dass damit die Krankheit nach deren Ausbruch wahrscheinlich nicht geheilt werden kann, aber vielleicht könnte durch diese einfache und schnell umzusetzende, regelmäßige “Rachenwäsche” die Ansteckungsgefahr rasch erheblich herabgesetzt, wenn nicht gar verhindert werden.

    Und das ist doch, wie ich meine, zur Zeit das Wichtigste !

    Im übrigen könnten vielleicht durch das Googeln von ” Kräuter gegen Viren ” dazu  weitere Anregungen gewonnen und auch andere natürliche Substanzen, wie sie z. B. im Meerrettich, Senf oder im Knoblauch vorkommen, entsprechend getestet und preisgünstig hergestellt  werden.

    Ich finde, man sollte auf diesem Gebiet    n i c h t s    u n v e r s u c h t  lassen, da manchmal gerade in der Einfachheit der Schlüssel zum Erfolg liegt !

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und das bisher von Ihnen Geleistete sowie weiterhin viel Erfolg bei der Bekämpfung der Seuche und bleiben Sie bitte gesund !

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans Ulzener

    hans.ulzener@firemail.de

    P. S.: Bitte googeln Sie unbedingt auch einmal ” Lakritze gegen Corona “. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde der Hauptinhaltsstoff von Lakritze, das Glycyrrhizin, bereits bei der ersten Corona – Pandemie 2003 (!) ziemlich erfolgreich eingesetzt…

    Dazu verweise ich insbesondere auf den letzten Satz des fünften Absatzes des WELT-Artikels vom 23.06.2003 :
     
    ” In Lakritze steckt der SARS-Stopper “:

    https://www.welt.de/print-welt/article241758/In-Lakritze-steckt-der-SARS-Stopper.html

    .

    Kommentar von Hans Ulzener — 16. August 2020 @ 20:16

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