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12. September 2013, 08:27
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Immobilienmarkt Deutschland: Top 3-Standorte

Eine Stadt mit weniger als 300.000 Einwohnern, die im Norden von einem Mittelgebirge begrenzt wird: So sieht der ideale Immobilienstandort 2013 aus – jedenfalls wenn es nach den Ergebnissen des Cash.-Rankings der 40 bedeutendsten deutschen Immobilienstandorte geht.

Wiesbaden

Das Wiesbadener Kurhaus zählt zu den schönsten Festbauten Deutschlands.

1. Wiesbaden

Die hessische Landeshauptstadt belegt im diesjährigen Cash.-Städte-Ranking den ersten Platz. Sie erreichte in der Gesamtwertung aus Wirtschafts- und Immobilienmarktdaten sowie weiteren Indikatoren die höchste Punktzahl. Die Kaufkraft der Wiesbadener liegt mit 113,75 Punkten über dem bundesweiten Durchschnitt von 100.

Wiesbaden verzeichnet einen hohen Zuzug und gute Zahlen beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und den Betriebsgründungen. Die 278.000 Einwohner zählende Stadt ist ehemalige nassauische Fürstenresidenz, das Wiesbadener Kurhaus symbolisiert die lange Tradition als Kurort.

Die Immobilienpreise in Wiesbaden haben in jüngerer Zeit angezogen: Der durchschnittliche Kaufpreis für Wohnungen in bevorzugten Lagen liegt nach den von Immobilienscout24 ermittelten Daten aktuell bei 3.020 Euro pro Quadratmeter, in der Spitze sind bis zu 3.536 Euro zu entrichten. Neben der starken Nachfrage von Eigennutzern entdecken zunehmend Investoren den Standort.

2. Mainz

Platz zwei des Cash.-Rankings belegt Mainz. Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ist Sitz mehrerer Rundfunk- und Fernsehanstalten, darunter das ZDF. Als Sitz der Johannes-Gutenberg-Universität verfügt sie über den höchsten Anteil an Studenten aller 40 untersuchten Standorte.

Darüber hinaus kann sie ein hohes BIP-Wachstum, eine niedrige Arbeitslosenquote und eine hohe Anzahl an Betriebsgründungen vorweisen. Das Preisniveau für Wohnungen in guten Lagen liegt in Mainz im Schnitt bei 2.343 Euro pro Quadratmeter, in der Spitze werden bis zu 2.761 Euro erreicht. Ein noch moderater Wert gegenüber anderen Standorten, doch die Stadt möchte dem Preisanstieg bei Immobilien begegnen und weist kontinuierlich neue Baugebiete am Standtrand aus.

Umstritten ist derzeit ein geplantes Neubauprojekt: In der Innenstadt soll für 250 Millionen Euro ein neues Einkaufszentrum auf dem gesamten Areal zwischen Gutenbergplatz und Weißliliengasse entstehen.

3. Frankfurt/Main

Die Mainmetropole war die Siegerstadt des letztjährigen Cash.-Rankings und belegt in diesem Jahr Platz drei. Frankfurt ist einer der dynamischsten Immobilienstandorte Deutschlands und kann zudem hervorragende Wirtschaftsdaten vorweisen. Die Kaufkraft der Einwohner der Finanzmetropole liegt mit 118,1 Punkten deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Arbeitslosenquote ist niedrig, das Gewerbesteueraufkommen pro Kopf das höchste in Deutschland.

Frankfurt weist nach München und Hamburg mit einem durchschnittlichen Preisniveau von 3.617 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen in guten Lagen den dritthöchsten Wert in Deutschland auf.

Großprojekte sollen das knappe Wohnungsangebot vergrößern: Das neue Europaviertel zwischen Bahnhof und der Messe bietet Wohnraum für 10.000 Menschen. Unweit des Rathauses entstehen auf dem 7.000 Quadratmeter großen Dom-Römer-Areal weitere Wohnungen. (bk)

Foto: Shutterstock

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