Anzeige
7. Januar 2015, 15:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lebensversicherung mit großen Wachstumsdifferenzen in Europa

Die europäische Versicherungswirtschaft konnte ihre Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung in 2013 um 3,1 Prozent auf 667 Milliarden Euro steigern. Das Wachstum schwankt dabei laut europäischem Versicherungsverband Insurance Europe beträchtlich – während Portugal ein Plus von über einem Drittel verzeichnete, brach der belgische Markt um ein Viertel ein.

Lebensversicherung mit großen Wachstumsdifferenzen in Europa

Was für das Wirtschaftswachstum gilt, gilt auch für den Lebensversicherungsmarkt: Europa ist tief gespalten – wenn auch mit anderen Vorzeichen, wie das starke Leben-Wachstum in Portugal und Italien zeigt.

Den stärksten Zuwachs von allen 32 untersuchten Ländern verzeichnete Portugal (PT) mit 33,5 Prozent (siehe Grafik), nach zwei zuvor rückläufigen Jahren. Auch in der Türkei (TR) und Italien (IT) erzielten die Lebensversicherer binnen eines Jahres hohe Wachstumsraten von über 20 Prozent.

Deutscher Markt wächst dank Einmalbeitragsgeschäft um vier Prozent

In Deutschland lag das Wachstum mit 4,0 Prozent leicht über dem Marktdurchschnitt. Als Wachstumstreiber erwies sich dabei das Einmalbeitragsgeschäft (plus 14,2 Prozent). Die alternde Gesellschaft in Deutschland sei hierfür der Grund, so Insurance Europe. So würden jüngere Generationen eher laufende Prämienzahlungen bevorzugen. Zudem verweist der Verband auf die mit 3,32 Prozent niedrigste Storno-Rate seit über 20 Jahren in Deutschland.

Rückläufige Entwicklung in Großbritannien und den Benelux-Ländern

Eine rückläufige Entwicklung verzeichneten die Lebensversicherer unter anderem in Großbritannien (GB, minus 2,4 Prozent), den Niederlanden (NL, minus 3,8 Prozent), Belgien (minus 22,9 Prozent) sowie Schlusslicht Liechtenstein (minus 25 Prozent).

Steuererhöhung verhagelt belgischen Lebensversicherern das Neugeschäft

Insurance Europe erklärt die großen Wachstumsunterschiede in Europa insbesondere mit rechtlichen und steuerlichen Besonderheiten in den Ländern. So sei der drastische Rückgang etwa in Belgien damit zu begründen, dass Lebensversicherungsprämien seit 1. Januar 2013 mit zwei Prozent statt zuvor 1,1 Prozent besteuert werden.

Auf die Lebensversicherung entfallen 60 Prozent aller verdienten Versicherungsprämien in Europa. Deutschland bildet zusammen mit Großbritannien, Frankreich – das mit 4,8 Prozent leicht über dem deutschen Wachstum lag – sowie Italien die vier größten Versicherungsmärkte in Europa – hier sammelten die Gesellschaften in 2013 rund 70 Prozent aller Leben-Prämien ein. (lk)

Lebensversicherung mit großen Wachstumsdifferenzen in Europa

Der Ländervergleich zeigt erhebliche Wachstumsunterschiede in der europäischen Lebensversicherung. Daten bezogen auf die Prämieneinnahmen in 2013 im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: Insurance Europe.

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Unbedingt Staatlich -da keine
    Kosten.
    Beamte ohne Rücklagen für die Altersvorsorge sind vieeeeel
    preiswerter!

    Kommentar von W.Strassnig — 8. Januar 2015 @ 09:57

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Versicherungsbranche

Versicherungen müssen die Anforderungen der Digitalisierung nicht nur theoretisch diskutieren, sondern auch in der Praxis umsetzen. Neuen Chancen und Risiken am Beispiel von “Knip”. Gastbeitrag von Claudia Hilker, Hilker Consulting

mehr ...

Immobilien

USA: Hauspreise geben leicht nach

Die Preise am US-Häusermarkt sind im Monat Juni leicht gesunken. Der Rückgang ist etwas schwächer als Volkswirte prognostiziert hatten.

mehr ...

Investmentfonds

Die Geldpolitik kommt an ihre Grenzen

Über das Notenbanktreffen in Jackson Hole wurde im Vorfeld tagelang diskutiert. Hierbei ging es insbesondere um die Äußerungen der US-Zentralbankchefin Janet Yellen zur Zinspolitik. Gastkommentar von Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin AG

mehr ...

Berater

Vema begrüßt 2.500. Maklerbetrieb

Wie die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft eG aus Karlsruhe mitteilt, hat sie im August ihren 2.500. Partnerbetrieb aufgenommen. Aktuell arbeiten damit demnach 2.500 Partnerbetriebe mit insgesamt über 15.000 Mitarbeitern in der Vema zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

NordLB greift nach Bremer Landesbank

Die angeschlagene Bremer Landesbank (BLB) steht allen Anzeichen nach kurz vor einer kompletten Übernahme durch die NordLB. Neben dem Land Bremen wollen nun auch Niedersachsens Sparkassen ihren Anteil abstoßen.

mehr ...

Recht

IVD fordert Nachbesserung der WIKR

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) fordert, dass der Gesetzgeber bei der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) nachbessert. Dafür hat er ein neunseitiges Positionspapier mit Vorschlägen herausgegeben, mit denen sich die Kreditklemme lösen lasse.

mehr ...