„Jede Krise birgt auch eine Chance!“

Jennifer Brockerhoff, Jungmaklerin des Jahres 2012 in der Kategorie „Neugründung“, spricht im Interview über ihren Weg in die Selbständigkeit, die Finanzberatung von Frauen, zukünftige Herausforderungen und die Gründe für den Nachwuchsmangel in der Maklerschaft.

Das Interview führte Julia Böhne, Cash.

Jennifer Brockerhoff, Brockerhoff Finanzberatung

Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Jungmakler-Award! Was erhoffen Sie sich von dieser Auszeichnung?

Brockerhoff: Herzlichen Dank für die Glückwünsche! In erster Linie fühle ich mich in meiner Arbeits- und Denkweise bestätigt. Anders zu sein, war in meinem vergangenen Berufsleben nicht wirklich erwünscht. Die Auszeichnung zur Jungmaklerin 2012 ist ein sehr stark andauendes Schulterklopfen für meine bisherige Arbeit und ein riesiger Ansporn weiterhin meinen speziellen Weg in der Beratung zu gehen. Ich erhoffe mir einerseits, dass das Bewusstsein für den hochqualifizierten Nachwuchs in der Bevölkerung stark zunimmt und dass mehr junge Menschen sich trauen, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Mühen werden durch die positiven Kundenresonanzen und den dadurch entstehenden Erfolg entlohnt – mit oder ohne Auszeichnung!

 

Das Vertrauen der Verbraucher ist durch die anhaltende Finanzkrise und das schlechte Image der Branche in den letzten Jahren stark beeinträchtigt. Was hat Sie bewogen sich zu diesem Zeitpunkt trotzdem selbständig zu machen?

Brockerhoff: Jede Krise birgt auch eine Chance. Stillstand und Stagnation helfen über Krisenzeiten nicht hinweg. Selbst anpacken ist hier gefragt! Ich stand 2009 am beruflichen Scheideweg und habe mich gefragt, ob ich der Finanzbranche den Rücken kehren soll oder ob ich mich erst recht selbstständig mache. Ich habe mich für die Selbstständigkeit entschieden und es bisher keinen Tag bereut. Ich bin ein Mensch der gerne mit anderen Menschen zusammen arbeitet. Jeder Mensch hat trotz oder gerade wegen der anhaltenden Finanzkrise und dem schlechtem Image der Branche Beratungsbedarf und diese Menschen darf man nicht im Stich lassen. Meine Jungmakler-Kollegen und ich zeigen auf unterschiedliche Weise, wie qualifizierte und ehrliche Beratung funktionieren.

 

Seite zwei: „Ich spreche kein Finanzchinesisch“

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