Vertrauen? Fehlanzeige: Was Verbraucher wollen

Sinn- und zweckorientierte Verbraucher sind skeptisch, was Datenschutz, Lebensmitteletikettierung und ethische Verantwortlichkeit von Marken betrifft – ein mit 1 Billion US-Dollar beziffertes Risiko für Unternehmen, die Reputation, Markenvertrauen und inhärenter Transparenz keine Priorität einräumen. Warum sich mehr als die Hälfte der Befragten lieber auf die Meinung von Freunden, Kollegen und Gleichgesinnten verlässt. 

Vertrauen nährt sich zunehmend aus Empfehlungen von Freunden und bekannten Personen.

Einen Tag, bevor sich das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union zum ersten Mal jährt, zeigt eine neue Umfrage von SAI Global, einem renommierten Marktführer für integriertes Risikomanagement, ein wachsendes Vertrauensdefizit bei Verbrauchergruppen global auf, die an Datenschutz, Rückverfolgbarkeit und ethischem und ökologischem Verantwortungsbewusstsein zweifeln.

Vertrauen ist für den Unternehmenswert bedeutsam

Der vom Brand Intelligence Marktforschungsunternehmen Survata durchgeführte jährliche Reputation Trust Index Report belegt, dass Verbraucher mittlerweile neu überdenken, was eine Marke ausmachen sollte, für deren Produkte sie zu zahlen bereit sind. Dies wiederum bewegt die Unternehmenswelt zu einer Art Offensive in Sachen Reputation.

Unternehmen müssen anfangen, in Richtung „Transparenz by Design“ zu denken, um diese Lücke zu schließen und die Resilienz ihrer Marke durch den Aufbau von Vertrauen zu sichern. Ein Unternehmen kann nicht einfach nur sagen „Vertrauen Sie uns“, wenn die Leute Taten und Beweise sehen wollen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:

– 82% der Verbraucher informieren sich über ein Unternehmen, bevor
sie dort Ausgaben tätigen

– 65% der Verbraucher stufen Datenschutz als obersten Corporate
Social Responsibility (CSR) Wert ein

– 36% der Verbraucher halten eine Datenschutzverletzung im Bereich
Finanzdienstleistungen für die größtmögliche Unternehmenskrise

– 64% der Verbraucher sind bereit, mehr auszugeben, wenn dies dem
Schutz der Umwelt dient

– 60% der Verbraucher verlangen öffentlich gezeigte
Verantwortlichkeit, und sogar finanzielle Konsequenzen

Kontrolle, Vertrauen und Transparenz bilden die Grundlage für eine gesunde Datenökonomie. 65% der für den Trust Index Befragten sehen Datenschutz als wichtigstes Attribut, wenn es um die Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens geht.

Die hohe Zahl ist ein Indikator für ein steigendes Verständnis weltweit, was Rechte der Verbraucher und Mechanismen betrifft, und das durch Verordnungen wie die DSGVO, die dem Verbraucher eine Verwaltung und den stärkeren Schutz seiner Daten ermöglichen, noch bewusster wird.

Seite 2: Lieber weniger Qualität als geringer Datenschutz

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