Schiffsfonds: Renaissance des Blind-Pools

Nachdem die Hamburger Emissionshäuser Ownership, Maritim Equity, Ocean Partners Shipping und Hanse Capital aus Ammersbeck Schiffsfonds mit antizyklischer Blind-Pool-Strategie aufgelegt haben (siehe bereits Cash. 5/2009), bringt der Hamburger Initiator PCE Premium Capital Emissionshaus die Offerte PCE Chancenportfolio 2009, der ein modifiziertes Konzept zugrunde liegt.

?Im derzeitigen Marktumfeld werden einzelne Schiffe zu historisch günstigen Preisen verkauft?, beschreibt Kai-Michael Pappert, Geschäftsführender Gesellschafter der PCE und ist sich mit seinen Mitbewerbern darin einig, dass sich derzeit kostengünstig ein attraktives Schiffsportfolio zusammenstellen lässt. Weiterhin rechneten alle Schifffahrtexperten damit, dass der internationale Seeverkehr mittel- bis langfristig wieder hohe Wachstumsraten erwirtschaften könne. Zusätzliche Investitionsanreize biete das historisch niedrige Zinsniveau. Wenn erst einmal wieder positive Schlagzeilen die Nachrichten zur Handelsschifffahrt prägten, sei der beste Einstiegszeitpunkt verpasst, so Pappert.

Im Unterschied zu den Beteiligungsangeboten der Wettbewerber, soll der PCE-Fonds keine Schiffe erwerben, sondern als Co-Investor von Private Placements und institutionellen Käufen auftreten. Für besonders aussichtsreich und flexibel einsetzbar halten die Hanseaten kleinere und mittlere Containerschiffe mit einer Ladekapazität zwischen 500 bis 4.500 Standardcontainern (TEU). Bei Einzelinvestitionen über eine Million Euro muss nachgewiesen werden, dass der Kaufpreis des Schiffes unter dem zehnjährigen Durchschnitt für die betrachtete Schiffsklasse liegt (cash-online berichtete hier).

PCE strebt an, einen Betrag von zehn Millionen Euro bei den Anlegern einzuwerben, die sich ab 10.000 Euro an dem Fonds beteiligen können. (af)

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