Auch Pramerica und Axa IM frieren Fondsanteile ein

Nachdem bereits Kan Am zwei seiner offenen Immobilienfonds auf Eis gelegt hat, ziehen nun auch TMW Pramerica Property Investment, München, und Axa Investment Managers (Axa IM) nach. Die beiden Immobilien-Asset-Manager stoppen die Rücknahme von Anteilsscheinen ihrer Flaggschiffe TMW Immobilien Weltfonds und Axa Immoselect ab sofort für zunächst drei Monate.

Dieser Schritt sei aufgrund vermehrter Anteilrückgaben notwendig geworden, da sonst die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquidität von fünf Prozent unterschritten worden wäre, teilt Pramerica mit.

Axa IM ergeht es ähnlich, aufgrund der aktuellen Marktsituation haben Dachfondsmanager und Vermögensverwalter in den vergangenen vier Wochen rund 420 Millionen Euro aus den Immoselect-Fonds abgezogen, erklärt das Unternehmen.

Unter Berücksichtigung der zur ordnungsgemäßen Bewirtschaftung notwendigen Mittel, reiche die Liquidität des Fonds nicht mehr aus, um weitere Anteilsrücknahmen zu bedienen, so die Axa-Mitteilung weiter. „Würden wir weiterhin mit solchen Rückflüssen konfrontiert, könnte das in letzter Konsequenz bedeuten, dass wir in einem schwierigen Umfeld Immobilien veräußern müssten, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Fonds“, rechtfertigt Immoselect-Fondsmanager Achim Gräfen die Entscheidung.

Beide Gesellschaften betonen indes, dass die betroffenen Fonds unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten weiterhin gut aufgestellt seien. Pramerica bezeichnet die Verkäufe von Fondsanteilen als „Reaktionen verunsicherter Anleger auf die Finanzkrise“, die „rational nicht zu begründen“ seien. (hb)

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