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16. März 2011, 09:00
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GdW: Energetische Sanierung oft kaum realisierbar

Die energetische Sanierung des Wohnungsbestands in Deutschland ist in vielen Fällen wirtschaftlich kaum umsetzbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des GdW Bundesverbands und fordert eine Fortsetzung der KfW-Förderprogramme zur CO2-Gebäudesanierung.

Energetische-sanierung-shutt 15255712-127x150 in GdW: Energetische Sanierung oft kaum realisierbarDie Studie “Wege aus dem Vermieter-Mieter-Dilemma” wurde vom Institut InWIS Forschung & Beratung im Auftrag des GdW erstellt. “Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass eine umfassende Modernisierung der Wohnungsbestände auf einen hohen Effizienzstandard angesichts der Risiken vieler Märkte kaum umsetzbar ist, weil sowohl für den Vermieter als auch für den Mieter Mehrbelastungen nicht durch höhere Mieten beziehungsweise eingesparte Energiekosten refinanziert werden können”, erklärt Axel Gedaschko, Präsident des GdW. Mieterhaushalte, die über ein Einkommen im untersten Einkommensbereich verfügen, seien zudem weder in der Lage, die Energiepreissteigerungen zu tragen, noch könnten sie die modernisierungsbedingt höhere Miete finanzieren.

Nach Aussage von Gedaschko erhöhe eine weitere einseitige Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) bei gleichzeitigem Abbau der Fördermittel die Hemmnisse weiter. Die Spirale ständig steigender Mindestanforderungen führe dazu, dass die verfügbaren Investitionsmittel auf immer weniger Gebäude konzentriert werden müssten, um die immer höheren Standards zu erreichen. Dadurch sei die erreichte CO2-Reduktion viel geringer als es bei gleichem Mitteleinsatz und weniger ehrgeizigen Standards möglich wäre.

Von immenser Bedeutung ist laut Gedaschko eine Fortsetzung und Verstetigung der KfW-Programme zur CO2-Gebäudesanierung. Bundesweit und für alle Bestände gesehen sei aufgrund des gestiegenen Anforderungsniveaus und der im Energiekonzept angestrebten Sanierungsquote von zwei Prozent pro Jahr ein Förderungsvolumen von mindestens fünf Milliarden Euro jährlich notwendig. (bk)

Foto: Shutterstock

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