18. August 2019, 10:00
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Berlin – Büroentwicklungen jenseits der Komfortzone

Am 18. März wurden auf dem Start-up-Portal gründerszene.de gleich zwei Nachrichten veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Was dies mit der Wohnsituation zu tun hat. Ein Kommentar von Joshua Abadayev, Geschäftsführer Atrium Development Group.

Shutterstock 696061477 in Berlin – Büroentwicklungen jenseits der Komfortzone

In der ersten Meldung heißt es, dass alle 14 Stunden ein Start-up in Berlin gegründet wird. Mehr als ein Viertel aller neuen deutschen Firmen werden inzwischen in der Bundeshauptstadt gegründet.  Der zweite Artikel besagt, dass immer mehr junge Unternehmen aus Berlin-Mitte wegziehen und sich stattdessen lieber in aufstrebenden Kiezen wie beispielsweise Moabit ansiedeln – vorausgesetzt, sie finden die Flächen dafür.

Leerstandsrate beträgt 1,4 Prozent

Denn in der Gesamtschau wird es auf dem Berliner Büroimmobilienmarkt immer enger, das Flächenangebot kann die große Nachfrage bei Weitem nicht mehr abdecken. Betroffen sind nicht nur Start-ups.

Aktuelle Erhebungen des Immobiliendienstleisters CBRE zeigen, dass die leer stehenden Büroflächen in Berlin in rasanter Geschwindigkeit weniger werden:

Während zur Jahresmitte 2018 noch etwa 484.000 Quadratmeter Fläche leer standen, waren es 2019 nur noch etwa 263.000 Quadratmeter.

Insgesamt beträgt die Leerstandsrate 1,4 Prozent – Immobilienexperten sprechen ab weniger als drei Prozent bereits von einer Vollvermietung, da ein Mieterwechsel in der Regel mit zeitweiligen Leerständen verbunden ist.

Zudem sind in jedem Büromarkt einige der freien Bestandsflächen schlichtweg unvermietbar

Dieser Flächenmangel stellt einerseits eine sehr günstige Ausgangslage für Immobilieninvestoren dar. Er droht jedoch, perspektivisch zur Wachstumsbremse für die lokale Wirtschaft zu werden.

Bislang herrscht in der Bundeshauptstadt ein in Deutschland einzigartiges Konjunkturklima; mit einem Plus von 3,1 Prozent verzeichnete Berlin 2018 ein Wirtschaftswachstum, das mehr als doppelt so kräftig verlief wie im bundesdeutschen Durchschnitt mit 1,4 Prozent.

Diese Sonderkonjunktur gründet sich maßgeblich auf Unternehmen im sogenannten TMT-Bereich, also Firmen mit Schwerpunkt auf Technologie, Medien und Telekommunikation – genau die Segmente, die auch von einem Großteil der Start-ups abgedeckt werden. Steht diesen Unternehmen jedoch nicht die Möglichkeit zur Verfügung, sich räumlich zu erweitern, können ihre Wachstumspotenziale nicht oder nur eingeschränkt abgerufen werden.

Berlin ist für Viele der Mittelpunkt

Wer einen Blick in die Zukunft wagt, der erkennt, dass es wenige Gründe dafür gibt, warum diese Nachfragewelle nach Büroflächen durch Start-ups und andere innovative Unternehmen abreißen sollte.

Denn einerseits wird Berlin auch für international agierende Start-ups allein schon aufgrund der kosmopolitischen Prägung und der im globalen Vergleich äußerst günstigen Geschäftskosten immer attraktiver.

 

Seite 2: Was Betroffene nun tun

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