Zertifikatefonds: Viel Wirbel um nichts

Anbieter von Zertifikatefonds sehen sich gut aufgestellt – auch jüngste Diskussionen über einen Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums geben keinen Anlass, die Anlagestrategie zu ändern. Das erklärte Marc Savani, Sprecher von Allianz GI mit Sitz in Frankfurt. Die Fondstochter des Allianz-Konzerns ist mit inzwischen sechs Zertifikatefonds, in denen insgesamt mehrere Milliarden Euro verwaltet werden, mit Abstand größter Anbieter hierzulande.

Der Hintergrund: Zertifikatefonds sollen nach dem Entwurf zum Jahressteuergesetz 2009 im Gegensatz zu anderen Fondsprodukten keinen sogenannten Bestandsschutz haben, sofern sie vor Ende 2008 gekauft und wenigstens zwölf Monate gehalten werden. Das bedeutet, Wertzuwächse der Zertifikate unterliegen ab 2009 auch innerhalb von Fonds-Portfolios der Abgeltungssteuer. Fonds, die in Terminmarktgeschäfte investieren, bleiben dagegen steuerfrei. In Medienberichten wurde zuletzt spekuliert, dass Anbieter von Zertifikatefonds daraufhin ihre Strategie ändern werden. Statt in Zertifikate zu investieren, würden sie diese mit Terminmarktgeschäften nachbauen. So können sie die Risiko-Rendite-Profil der Fonds beibehalten und Wertsteigerungen vor der Abgeltungssteuer schützen.

Für Allianz GI kein Thema: ?Bereits als 2005 die ersten Produkte aufgelegt wurden, haben Zertifikatefonds von Allianz GI nicht ausschließlich direkt in Zertifikate, sondern auch in Terminmarktgeschäfte investiert, um Zertifikate-Strukturen nachzubilden?, erklärt Unternehmenssprecher Savani gegenüber Cash. Damit seien die Produkte für alle Entwicklungen gewappnet. (mr)

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