Versiko mit Umsatzeinbruch und ab 2010 ohne Filialvertrieb

Der börsennotierte Ökofonds-Anbieter Versiko hat im ersten Halbjahr 2009 einen 38-prozentigen Umsatzrückgang von 7,6 auf 4,7 Millionen Euro gegenüber der ersten Vorjahreshälfte hinnehmen müssen. Als Konsequenz will sich die Unternehmensführung nun vom Filialvertrieb trennen.

Die Auswirkungen der Finanzkrise haben in den ersten zwei Quartalen auch der Hildener Fondsgesellschaft Versiko zu schaffen gemacht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 0,465 Millionen Euro, nach 1,19 Millionen Euro im Vorjahr. Dennoch meldet der Konzern einen Gewinnvortrag in Höhe von 4,1 Millionen Euro nach Dividendenzahlung und sieht sich damit in Puncto Liquidität gerüstet für die geplanten unternehmerischen Aktivitäten der kommenden Jahre.

Während sich Konzeption, Auflage und Absatz nachhaltiger Kapitalanlageprodukte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres laut Versiko stabilisierten, seien die Ziele in der Vermittlung von Kapitalanlagen erneut klar verfehlt worden. Im Direktvertrieb büßte das Unternehmen nach eigenen Angaben 50 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert ein. Im Neugeschäft liege man um 42 Prozent unter Plan.

Angesichts der anhaltenden Finanzkrise und der durch regulatorische Anforderungen verschärften Bedingungen im Markt will der Vorstand den Vertrieb grundlegend restrukturieren. Um Kosten zu senken, verzichtet Versiko ab kommendem Jahr auf den Filialvertrieb und konzentriert seine Geschäftstätigkeit auf den Stammsitz in Hilden bei Düsseldorf. Kunden werden künftig zentral von angestellten Mitarbeitern betreut. Der Status als Allfinanzmakler bleibe aber erhalten, erklärt das Unternehmen.

„Mit der neuen Struktur und fest angestellten Mitarbeitern reagieren wir auf das veränderte Anlageverhalten der Menschen, die zunehmend Wert auf Beratung ohne unmittelbare Provisionsinteressen legen“, so Versiko-Chef Alfred Platow. (hb)

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