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28. Mai 2010, 15:53
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Politische Börsen oder denn sie wissen nicht, was sie tun!

Die Halver-Kolumne

Selbst in den besten Familien kommt es gelegentlich zum Krach. Dennoch hält man bei Problemen zusammen. Auch in unserer Euro-Familie gibt es mitunter Beziehungsstress.

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Cash.-Kolumnist Robert Halver

Das ist nicht schlimm. Schlimm ist es aber, wenn die Euro-Familienmitglieder in einer existenziell bedrohlichen Schuldenkrise nicht wirklich zusammenhalten, sondern jeder sein eigenes Süppchen kocht. Es muss schon klar sein, ob es Fleisch oder Fisch gibt.

Das erinnert mich sehr an einen Haufen wild gewordener Hühner, die nicht in der Lage sind, eine gemeinsam und klug überlegte Strategie gegen die vor dem Hühnerstall herumstreunenden Füchse zu entwickeln. Besonders fatal ist, dass die zwei Leithähne, die operativ die Verteidigung organisieren müssten, der französische und deutsche Hahn, nichts Besseres zu tun haben, als sich in Hahnenkämpfen zu verlieren.

So konnte ich kürzlich auf Kundenbesuchen in Paris ein deutliches Unverständnis hinsichtlich unseres nationalen Alleingangs beim Verbot von Leerverkäufen spüren. Überhaupt vermittelt Euroland momentan den Eindruck, dass politische Schnellschüsse oberste Priorität haben, um Zeit zu gewinnen. So werden im Hauruck-Verfahren Mega-Hilfspakete durchgewunken und unser Helicopter Ben heißt mittlerweile Mirage Jean-Claude. Die eisernen Stabilitätskriterien werden dabei abgegeben wie ein Mantel an der Garderobe.

Die Halbwertszeit wird ja heute danach gemessen, wie schnell Euroland Grundsätze über Bord wirft. Ich fürchte, dass wir die uns damals verkaufte Stabilität nicht mehr sehen werden. Eher lassen sich in der Pfanne brutzelnde Schnitzel wiederbeleben. Mag sein, dass es aktuell keine Alternative mehr dazu gibt. Aber wie geht es denn nach dem Notmodus weiter, wie sieht die langfristige Vision aus? Wie in einem Vorstellungsgespräch fragen die Finanzmärkte, wo Euroland und der Euro in zwei Jahren stehen wollen. Ist die Transfer- und Haftungsunion jetzt für alle Zeiten zementiert? Wie sollen die Finanzmärkte aussehen?

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