Axa IM: Codierungsfehler belastet Ergebnis

Ein Codierungsfehler in einem Risikomodell der Tochter Axa Rosenberg hat Axa Investment Managers (Axa IM) 2010 hohe Mittelabflüsse und Gewinneinbußen beschert. Dank der Investment-Performance konnte die Vermögensverwaltung des französischen Versicherungsriesen Axa ihre Assets under Management dennoch steigern. 

verlust abschwung rote Zahlen minus29,4 Milliarden Euro zogen Anleger im vergangenen Jahr bei Axa Rosenberg ab. Das Unternehmen ist auf quantitatives Aktienmanagement spezialisiert. Um diesen Sondereffekt bereinigt, flossen Axa IM 9,2 Milliarden Euro zu, sodass sich insgesamt ein Jahresergebnis von minus 20,2 Milliarden Euro ergibt.

Axa IM CEO Dominique Carrel-Billiard bewertet das Geschäftsjahr trotzdem positiv: „Vor dem Hintergrund anhaltender Volatilität ist uns 2010 die Wende gelungen. Die Nettomittelzuflüsse sind in fast allen Bereichen positiv.“ Die Investment-Performance habe sich in allen Geschäftsfeldern verbessert und die vertriebliche Neuausrichtung erweise sich als erfolgreich.

Das verwaltete Vermögen legte 2010 aufgrund von Markteffekten und günstigen Wechselkursen um 3,4 Prozent auf 516 Milliarden Euro zu. Damit ist Axa IM nach eigenen Angaben vierzehntgrößter Vermögensverwalter weltweit. Die Umsatzerlöse stiegen wegen höherer Performance-Gebühren um 2,8 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro.

Der Axa-Rosenberg-Fehler hat indes auch das operative Ergebnis des Konzerns in Mitleidenschaft gezogen: Infolge einer 66 Millionen Euro schweren Nettorückstellung fiel der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf 125 Millionen Euro. (hb)

Foto: Shutterstock

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