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29. Dezember 2011, 10:00
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Europäische Anleger bleiben zuversichtlich

Anleger in Europa zeigen sich wiederholt optimistischer als ihre Pendants in den USA oder Asien. Dies besagt der Investor Confidence Index von State Street Global Markets für Dezember 2011.

Europas Aktionäre optimistischDie Investmentabteilung der US-amerikanischen State Street Corporation ermittelt diesen Index monatlich. Es ist keine Meinungsumfrage, gemessen wird anhand tatsächlicher Aktieninvestments. Das weltweite Anlegervertrauen ist laut der jüngsten Erhebung im Dezember gegenüber dem korrigierten November-Stand geringfügig um 0,1 Punkte von 99,4 auf 99,3 gesunken. Das Vertrauen der institutionellen Anleger in Nordamerika ist im gleichen Zeitraum von 98,4 um zwei Punkte auf 96,4 zurückgegangen. In Asien lässt die Zuversicht gegenüber November von 94,7 um einen Punkt auf 93,7 nach.

Ganz anders in Europa: Die institutionellen Anleger verhielten sich gegen den Trend: Ihr Vertrauen ist gegenüber dem korrigierten Vormonatsstand von 101,6 um 0,6 Punkte auf 102,2 angestiegen. “Bei Betrachtung der einzelnen Regionen zeigen Anleger in Europa im zweiten Monat in Folge einen größeren Optimismus, als dies in Nordamerika und Asien der Fall ist”, sagt Index-Mitentwickler Paul O’Connell.

State Streets Interpretation: Anleger in Wartestellung

„Die geringfügigen Rückgänge in diesem Monat wurden durch Aufwärtskorrekturen der Zahlen des Vormonats aufgefangen. Wir würden die Haltung der Anleger daher als abwartend beschreiben“, erklärt Kenneth Froot: “Auf dem EU-Gipfel am 9. Dezember 2011 wurden die entscheidenden Fragen der internationalen Anleger nicht beantwortet, daher hoffen sie wohl hinsichtlich der Aussichten für Risikopositionen in ihren Portfolios auf größere Klarheit im ersten Quartal 2012.“

Der State Street Investor Confidence Index wurde von Harvard-Professor Froot und O’Connell, State Street Associates, entwickelt und misst das Anlegervertrauen beziehungsweise die Risikobereitschaft der Anleger auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert.

Der Index misst den Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern eine genaue Bedeutung bei: Je größer der Portfolioanteil von Aktien, desto größer ist auch die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt dabei als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau von Risikopositionen die Waage.

Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der Index auf den tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Anleger und nicht auf ihren Meinungen. (mr)

Foto: Shutterstock

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