Apple-Aktie: iProfit im Netz

Der Fondsmanager ist überzeugt, dass breite Teile des Kapitalmarkts Technologieaktien noch immer dramatisch falsch einschätzen. „Seit dem Platzen der Tech-Blase im Jahr 2001 hat sich das Bild um 180 Grad gewandelt. Viele Technologie-Aktien sind heute günstig bewertet, haben saubere Bilanzen und hohe Bargeldreserven“, so O‘Gorman.

Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Cisco erwirtschaften als „unregulierte Monopole“ in ihrem Segment außergewöhnlich hohe Gewinne. Grund sind die hohen Eintrittsbarrieren, aufgrund derer Konkurrenten ihnen kaum gefährlich werden können.

„Gleichzeitig ist der weltweite Sektor für Technologieaktien so günstig bewertet wie seit 25 Jahren nicht, wenn man das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwarteten Gewinne berücksichtigt“, rechnet O‘Gorman vor.

Generationenwechsel fördert IT

Der Fondsmanager hat auch volkswirtschaftliche Argumente für den IT-Sektor parat: Die Ausgaben der US-amerikanischen Unternehmen für IT, gerechnet als Anteil am Bruttoinlandsprodukt, liegen deutlich unter dem langfristigen Trend.

Dies spricht nach Überzeugung von O‘Gorman für einen großen Nachholbedarf bei der IT-Ausstattung. Und der Generationenwechsel kommt seiner Ansicht nach noch hinzu: „Kinder und Jugendliche wachsen heute ganz selbstverständlich mit Smartphones und anderen technischen Geräten auf. Sie nutzen – und bezahlen – eine Vielfalt von digitalen Dienstleistungen.“

Dies kommt den Geschäftsmodellen der Anbieter entgegen und soll langfristig für steigende Umsätze bei einer Reihe von Tech-Firmen sorgen.

Natürlich liebt auch der Henderson-Portfoliomanager den iPhone-Hersteller: „Apple hat seine Produkte so fest mit Dienstleistungen wie iTunes, ein Online-Shop für Musik und Videos, und AppStore, ein Online-Shop für Zusatzprogramme, verknüpft, dass Konkurrenten nur sehr schwer Marktanteile gewinnen können.“

Außerdem sei die Apple-Aktie trotz gigantischer Gewinne Stand Ende April geringer bewertet als der breite US-Aktienmarkt, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der zu erwartenden Gewinne, meint O‘Gorman.

Ergo ist Apple auch größte Position im Henderson Horizon Global Technology Fund, mit einem Gewicht von 9,6 Prozent mehr als doppelt so stark vertreten wie im Wettbewerbsprodukt von Franklin Templeton.

Ebenfalls auf den Top-Positionen des Fonds liegen die Software-Schmiede Microsoft, der Suchmaschinenanbieter Google und Hardware-Hersteller IBM, allesamt in den USA beheimatet, sowie Samsung, der Apple-Konkurrent aus Südkorea.

Andere aussichtsreiche Unternehmen sind nach Aussage von O’Gorman der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu, ein Profiteur des wachsenden Online-Werbemarktes, und die Hotel-Buchungsseite Priceline, die sich eines stark wachsenden Kundenstamms erfreut.

Bild: Shutterstock & Franklin Templeton

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