Anzeige
10. Dezember 2012, 16:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Rationalität kehrt zurück“

Eckart Keil, Fondsmanager beim Vermögensverwalter PREMIUM PEARLS, blickt auf die weitere Marktentwicklung der nächsten Wochen.

Keil-Premium-Pearls in „Rationalität kehrt zurück“

Eckart Keil, Fondsmanager Premium Pearls

Die nächsten Wochen stehen bei nordamerikanischen Werten noch unter dem Einfluss von steuerinduzierten Verkäufen. Am Ende eines Jahres werden insbesondere diejenigen Titel veräußert, welche das Jahr über schon schwächer notierten.

Dies ist für den wertorientierten Investor eine ausgezeichnete Möglichkeit zuzugreifen. Für Anleger ist dabei attraktiv, dass diese steuerinduzierten Verkäufe meist rein technischer Natur sind und mit der fundamentalen Situation in der Regel nur wenig zu tun haben.

Eurokrise scheint abzuebben

Die Rationalität wird bei der Geldanlage wieder Einzug halten, nachdem die Krise um den Euro langsam abzuebben scheint. Unter dieser seit 18 Monaten „herrschenden Irrationalität“ hatten besonders die niedrig kapitalisierten Minen‐ und Spezialwerte zu leiden.

Sie werden heute nur noch mit einem Bruchteil dessen bewertet wie noch vor einiger Zeit, in „normalen Börsenjahren“. Die konjunkturellen Aussichten hellen sich jedoch insgesamt weiter auf: Die Wirtschaft in den USA erholt sich weiter moderat und wird dabei vor allem vom Immobilienmarkt getragen.

Hier könnten jedoch kurzfristig noch Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen der beiden Parteien für Störungen sorgen, denn falls keine Einigung bis zum Jahresende erzielt wird, treten automatische Ausgabenkürzungen, die sogenannte „Fiscal Cliff“, in Kraft.

China nimmt Fahrt auf

In China mehren sich jedoch eindeutig die Anzeichen für eine Beschleunigung der Konjunktur. Wie günstig die Aktien relativ zu den Unternehmensbonds rentieren, erkennt man sehr gut durch den Vergleich zwischen der Dividendenrendite einer Aktie und der Rendite der vom gleichen Unternehmen ausgegebenen Anleihe, die zudem ja nur Geldwertcharakter besitzt.

Mit dem Kauf der Aktie von Daimler Benz erzielt ein Investor gegenwärtig eine fünfmal so hohe Verzinsung wie mit dem Kauf einer fünfjährigen Anleihe des Unternehmens. Das gegenwärtige niedrige Zinsniveau eröffnet den großen Unternehmen eine sehr günstige Refinanzierungsmöglichkeit und versetzt diese dadurch in die Lage Modernisierungs‐ und Wachstums‐Investitionen zu tätigen.

Komfortable Refinanzierungsbedingungen

Zudem können sie Kunden beim Kauf günstige Finanzierungsangebote ermöglichen, Konkurrenten übernehmen, Aktienrückkäufe finanzieren und attraktive Dividendenzahlungen vornehmen. Weiterhin profitieren besonders hoch kapitalisierte Unternehmen von den komfortablen Refinanzierungsbedingungen und den nachhaltig niedrigen Zinsen.

Aufgrund dieser Situation ist eine Welle von Übernahmen zu erwarten, vor allem auch im Minenbereich. Mittelgroße Produzenten und Unternehmen mit weit fortgeschrittenen Projekten, die unmittelbar vor der Produktionsaufnahme stehen, können hier leichte Beute für die hoch kapitalisierten Minenunternehmen werden, die ihre schwindenden Reserven aufbessern müssen. Gerade im Minensektor finden sich derzeit derart extreme Unterbewertungen, die es in diesem Ausmaß nur kurzzeitig zum Höhepunkt der Finanzkrise gegeben hat.

Unternehmen mit vielversprechenden Projekten kurz vor Produktionsaufnahme werden auf Niveau des reinen Börsenmantels gehandelt, andere zu einem Bruchteil ihres Liquidationswertes oder unter ihrem Cash‐Niveau und wiederum andere Unternehmen zu einem Kurs‐Gewinn‐Verhältnis von unter zwei.

Gerade bei diesen Unternehmen erwarten wir im Zuge einer weiteren Entspannung der Risikoneigung der Investoren beziehungsweise bei Wiederkehr „rationaler Börsenverhältnisse“ deutliche Kursgewinne.

Foto: Premium Pearls

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

Rechtschutz: Sinn oder Unsinn? Eine Frage der Perspektive

“Coram iudice et in alto mare in manu dei soli sumus“, lautet ein römisches Sprichwort: “Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand”.  Wer eine ungefähre Ahnung hat, wie hoch die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten sein können, und wie ungewiss deren Ausgang bei fehlender juristischer Unterstützung, dürfte die Möglichkeiten des Rechtsschutzes zu schätzen wissen. Nun hat die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, neue Rechtsschutztarife eingeführt.

 

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...