Anzeige
28. Februar 2013, 14:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Risikogewichteter Anleihefonds von Aquila Capital

Der Hamburger Vermögensverwalter Aquila Capital will der Nachfrage institutioneller Investoren nach festverzinslichen Anlagen mit einem entsprechend konstruierten Produkt begegnen.

Montag-Michael-Aquila-408-255x300 in Risikogewichteter Anleihefonds von Aquila Capital

Michael Montag, Aquila

Im zweiten Quartal 2013 will Aquila Capital erstmals eine risikoparitätisch gemanagte Anleihestrategie lancieren. Analog zu den klassischen Risk-Parity-Fonds, die Aquila Capital seit Jahren umsetzt, soll in vier miteinander unkorrelierte Anleihesegmente investiert werden: Staats- und Unternehmensanleihen, Emerging Markets und Inflation-linked Bonds. Diese werden unter Risikogesichtspunkten gleichgewichtet, um ein optimal diversifiziertes Anleiheportfolio zu erreichen.

Aquila: Instis wollen Corporate Bonds

Der Produktlaunch ist eng mit den Ergebnissen einer Studie von TNS Infratest im Auftrag von Aquila Capital verknüpft, wonach institutionelle Investoren in Europa den Anteil von Unternehmensanleihen im Portfolio deutlich erhöhen wollen. Knapp 40 Prozent der in Staatsanleihen investierten institutionellen Anleger geben an, zukünftig mehr Unternehmensanleihen erwerben zu wollen. Von den Investoren, die bereits in Unternehmensanleihen investiert sind, planen 42 Prozent, den Anteil an diesem Anleihesegment weiter auszubauen. Jeder fünfte institutionelle Investor in Europa plant, den Anteil von Staatsanleihen am Portfolio in den nächsten Monaten abzubauen. „Die Studienergebnisse belegen deutlich die Unzufriedenheit institutioneller Investoren mit dem Ertragsprofil von Staatsanleihen. Staatspapiere werden zunehmend in Unternehmensanleihen umgeschichtet. Den höheren Renditechancen von Corporate Bonds stehen aber deutlich größere Risiken gegenüber. Um erfolgreich an den Bondmärkten zu agieren, wird es zukünftig umso mehr auf Diversifikation und die stärkere Fokussierung auf die Risikokomponente ankommen“, sagt Michael Montag, Managing Director bei Aquila Capital.Die Befragung wurde in Deutschland, der Schweiz, Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich 255 Investoren aus den Sektoren Banken/Kreditinstitute, Versicherungen, Stiftungen sowie der öffentlichen Hand daran.

In engem Zusammenhang zur geplanten Allokationsveränderung steht die Einschätzung der zukünftigen Renditeaussichten bei Staatspapieren und Unternehmensanleihen. Die Hälfte der in Staatsanleihen investierten Anleger in Europa geht von einer zukünftig positiven Entwicklung von Unternehmensanleihen aus. Ebenfalls 50 Prozent glauben, dass sich Staatspapiere negativ entwickeln werden. Spiegelbildlich sind mehr als die Hälfte der Investoren in Unternehmensanleihen von positiven Renditeaussichten bei Corporate Bonds überzeugt.

Im europäischen Vergleich zeigt die Studie deutliche Unterschiede, was die Reduzierung des Staatsanleihen-Anteils am Portfolio betrifft. Während in Spanien und Großbritannien nur 4 Prozent der Befragten planen, sich von Papieren staatlicher Emittenten zu trennen, geben dies in Skandinavien 36 Prozent und in der Schweiz sogar 48 Prozent an.

Mit Blick auf die europäische Staatsschuldenkrise verdeutlicht die Studie die Heimatbezogenheit (Home Bias) institutioneller Investoren bei Staatsanleihen. Insbesondere Investoren aus den südeuropäischen Krisenländern schätzen die eigenen Staatstitel deutlich vertrauensvoller ein als Investoren der anderen Länder. So würden derzeit 84 Prozent der italienischen Investoren Papiere des eigenen Landes kaufen. In Spanien vertrauen 68 Prozent der heimischen Investoren spanischen Staatsanleihen. (fm)

Foto: Aquila

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Deutsche Familienversicherung: Alexa, versichere mich!


Die Deutsche Familienversicherung macht als erste Versicherung den volldigitalen Abschluss über Amazon Echo möglich. Bereits im letzten Jahr brachte das Frankfurter Insurtech als erstes deutsches Versicherungsunternehmen einen eigenen Alexa-Skill auf den Markt.

mehr ...

Immobilien

Immobilienverkauf: Kosten können Werbungskosten sein

Kosten, die beim Verkauf einer Immobilie anfallen, können nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln als Werbungskosten angerechnet werden, wenn der Erlös in eine vermietete Immobilie investiert wird.

mehr ...

Investmentfonds

Italien sieht kein Risiko durch höhere Schulden

Italiens Finanzminister Giovanni Tria verteidigt den italienischen Haushaltsplan für der EU-Kommission. Tria ist bewusst, dass die Pläne den Stabilitätskriterien widersprechen, ändern wolle er sie deshalb trotzdem nicht. Seine Entscheidung begründet er heute in Brüssel.

mehr ...

Berater

Sparpotenzial: Deutsche verschwenden 48 Milliarden Euro

In den deutschen Haushalten versickern jährlich etwa 48 Milliarden Euro in zu teuren Verträgen. Das geht aus dem aktuellen Gelverschwendungsreport 2018 des Vergleichsportals Verivox hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kein Prospekt: BaFin untersagt Holz-Investment

Die Finanzaufsicht BaFin hat das öffentliche Angebot der Vermögensanlage mit der Bezeichnung „Teakinvestment“ über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador in Deutschland untersagt.

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...