Italien-Wahl bewegt Anleihemärkte

Nach dem Wahlausgang in Italien haben sich viele Investoren von italienischen Staatsanleihen getrennt. Sie befürchten ein Ende des Reformprozesses.

Inzwischen wenden sich einige Anleger aber wieder Italo-Bonds zu: „Die Marktreaktion war jedenfalls interessant. Nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse wurden italienische Titel en masse abgestoßen; der Renditeaufschlag gegenüber Bundesanleihen stieg binnen eines Tages um über 40 Basispunkte. Am italienischen Aktienmarkt brachen die Kurse ein und der Euro fiel gegenüber dem Dollar“, erklärt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.

Auch in Spanien stiegen die Renditen von Staatsanleihen

Wenige Tage später sanken die Renditeaufschläge wieder, blieben aber deutlich über ihrem alten Niveau. Dies Wahl hat auch die anderen Peripheriemärkte nicht unberührt gelassen. Auch in Spanien stiegen die Renditen von Staatsanleihen, allerdings weniger stark als in Italien.

„Zudem sind sie in den letzten paar Tagen deutlicher gesunken. Durch die politische Ungewissheit in Italien steht Spanien jetzt nicht mehr im Rampenlicht. Die Anlegerschaft scheint sogar fürs Erste davon überzeugt zu sein, dass Spanien den Reformkurs fortsetzen wird, denn zumindest hat das Land eine wenn auch schwache Regierung“, so Iggo. In den letzten paar Wochen seien die Renditen auf zehnjährige spanische Staatsanleihen, die zuvor um 80 Basispunkte über den italienischen lagen, um 45 Basispunkte gesunken. Der Renditeunterschied gegenüber Italien betrage damit nur noch 35 Basispunkte. (mr)

Foto: Shutterstock

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