Robeco: Ölpreis bleibt unter Druck

Der Ölpreis wird niedrig bleiben. Davon geht Robecos Chefökonom Léon Cornelissen aus und sieht in einem geringen Preisniveau Vorteile für westliche Länder.

Robeco prognostiziert einen weiterhin niedrigen Ölpreis.

 

Der niedrige Ölpreis führe zu fallenden Benzin- und Heizölpreisen, wodurch die Kaufkraft der Verbraucher wachse, so Cornelissen.

Großes Angebot drückt Preis

Der Chefökonom rechnet weiterhin mit einem starken Gegenwind für die Erholung der Ölpreise. Grund sei der Einfluss von Nicht-Opec-Mitgliedern wie Russland, einem der größten Ölproduzenten der Welt: „Selbst wenn die Opec ihre Förderquoten senken sollte, wäre dies nur ein Anreiz für die Nicht-Opec-Länder, ihre Produktionsmengen noch weiter zu erhöhen. Wirtschaftlich angeschlagene Schwellenländer wie Russland, Mexiko und Brasilien benötigen sicherlich zusätzliche Öleinnahmen. Sie werden mit einer Produktionssteigerung reagieren, wenn die Opec die Preise stützt.“

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Ein weiteres Hindernis sieht Cornelissen zudem im stetig aufwertenden Dollar: „Ein stärkerer Dollar – mit dem wir 2015 rechnen – ist für den Ölmarkt ebenfalls problematisch, da Öl importierende Länder – mit Ausnahme der USA – dann mehr für ihr eingeführtes Öl bezahlen müssen.“

Der Robeco-Chefvolkswirt erwartet eine Stabilisierung des Ölpreises, auch wenn es seiner Ansicht nach eine Rückkehr in den Bereich von 100 bis 115 US-Dollar pro Barrel im nächsten Jahr nicht geben wird: „Der Ölpreis wird wahrscheinlich wieder höher tendieren, für die Sorte Brent aber bei unter 90 US-Dollar pro Barrel bleiben.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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