Anzeige
5. November 2014, 14:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Swiss & Global: Japanische Aktien unterschätzt

Japans Unternehmen sind besser als ihr Ruf. Diese Ansicht vertreten die Experten des Schweizer Fondsgesellschaft Swiss & Global Asset Management.

Japan

Die Bank von Japan sei im Rahmen ihrer mehrjährigen aggressiven Geldpolitik unter anderem stark bemüht, Banken, Pensionskassen und andere institutionelle Anleger zu ermutigen, ihre Staatsanleihen-Bestände in Darlehen, Immobilien und Aktien zu tauschen, sagt Ernst Glanzmann, Lead Manager des JB Japan Stock Fund.

Als Nebenprodukt nehme sie einen abgeschwächten Yen in Kauf: „Die monetären Schritte der Zentralbank fördern die seit längerem feststellbaren großen Verbesserungen der Unternehmensrentabilität ans Tageslicht. Sie bekommt so eine bessere Achtung“, so Glanzmann.

Kurs-Gewinn-Verhältnis in Japan besser als in den USA und in Europa

Die börsennotierten Firmen haben aus Sicht von Glanzmann in den vergangenen zehn Jahren eine deutlich bessere Unternehmensleistung gezeigt als öffentlich wahrgenommen wurde: „Vor dem Hintergrund der breiten Kritik rund um Abenomics wird das Potenzial japanischer Unternehmen oftmals unterschätzt. Nachhaltig wachsende Unternehmen mit einem starken Geschäftsmodell sollten über die Zeit Kapitalgewinne generieren.“ Seit 2005 sei der Gewinn börsennotierter Unternehmen in der lokalen Währung jährlich um acht Prozent gestiegen.

Weiter führt Glanzmann aus: „Die aktuelle Marktsituation in Japan ist vielversprechend. Die Bewertungen sind so tief wie selten zuvor, so dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Unternehmen aktuell unter dem KGV von europäischen und US-Unternehmen liegt. Zudem wirkt sich der schwächelnde Yen positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit aus. Viele Unternehmen sind mittlerweile vermehrt global als nur lokal tätig geworden. Unter anderem ist dies ein Grund warum die Bedeutung der inländischen Konjunktur für börsennotierte Firmen abnimmt.“

Erneut höhere Mehrwertsteuer 

Die japanische Regierung plant für das kommende Jahr eine erneute Erhöhung der Mehrwertsteuer. Nach Ansicht von Glanzmann führt dies zwar zu konjunkturellen Störungen, die aber “aufgrund ihres vorübergehenden Charakters strategisch orientierten Investoren attraktive Einstiegschancen eröffnen. Mehrwertsteuererhöhungen lösen in der Regel eine V-förmige Konjunkturkurve aus, bei der nach einem Rückgang eine Erholung einsetzt. Der Einfluss dieser steuerinduzierten Verwerfungen auf Wirtschaft und Unternehmen dürfte 2017 beendet sein. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass die Steuererhöhung das Verhalten der Konsumenten und der Unternehmen von Grund auf verändert. Vor diesem Hintergrund rechne ich in Japan weiterhin mit einem jährlichen Gewinnanstieg von zehn Prozent.”

Industrie- und Konsumgütersektor favorisiert

Zu Glanzmanns strategisch favorisierten Unternehmen zählen insbesondere Marktführer aus dem Industrie- und Konsumgütersektors. Als Beispiel nennt der Fondsmanager Daikin Industries, den weltweit größten Hersteller von Klimatisierungssystemen: „Viele Unternehmen innerhalb dieser Sektoren bieten Zukunftschancen und sind, insbesondere für langfristige Investments, interessant. Daikin Industries besticht durch ein überaus solides Management, das jederzeit großen Wert auf die Kontrolle der Kosten legt“, so Glanzmann. Auch der Finanzdienstleistungssektor ist dem Experten zufolge beachtenswert. Zwar sei die Zinsmarge eher dünn und Kostensenkungen kaum mehr möglich, allerdings könnte bereits ein zusätzlicher Anstieg der Darlehenstätigkeiten eine Fortsetzung der Rekordprofit für diesen Sektor bedeuten. (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Allianz überarbeitet Rechtsschutz-Tarife

Die Allianz startet im Oktober ihr neues Privat-Rechtsschutz-Angebot. Nach Angaben des Versicherers wurden die weltweit geltenden Versicherungssummen in allen drei Rechtsschutzvarianten angehoben.

mehr ...

Immobilien

Mietlager profitieren von höheren Wohnkosten

Die Urbanisierung und steigende Mieten treibt auch die Gebühren für Mietlager. Immer mehr Menschen suchen externe Lager, um die Miete für mehr Lagerraum in der eigenen Wohnung zu sparen. Der Markt wächst auch in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

“Einführung des Euro war Europas größter Fehler”

Eine stabile europäische Währungsunion wird nie existieren. Darüber sind sich die Europa-Experten einig, die beim zweiten Feri Science-Talk über die Zukunft und Schwierigkeiten des Euro diskutiert haben. Keiner der Lösungsvorschläge scheint gut genug, um die wachsenden Probleme zu lösen.

mehr ...

Berater

Fondskonzept und DGFRP beschließen IT-Kooperation

Wie die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) und der Illerstissener Maklerpool Fondskonzept mitteilen, arbeiten sie ab dem 1. November in der Informationstechnologie zusammen. Hierzu bündeln die beiden Maklerdienstleister ihre IT-Lösungen und fassen Ressourcen in den Sparten Investment und Versicherungen zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Autark Invest: Vertrieb mit abgelaufenem Prospekt?

Die Finanzaufsicht BaFin weist auf ihrer Website darauf hin, das der Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH, Olpe, “ungültig” ist. Er hat sein gesetzliches Haltbarkeitsdatum überschritten.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...