20. Mai 2014, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vodafone treibt Dividenden weltweit auf Rekordhöhe

Die globalen Dividenden stiegen im 1. Quartal 2014 kräftig und erreichten dem aktuellen Global Dividend Index von Henderson Global Investors zufolge einen neuen Rekordstand.

Bild Alex-CrookeHenderson750 in Vodafone treibt Dividenden weltweit auf Rekordhöhe

Alex Crooke, Henderson: “Abwertende Währungen und eine sich abkühlende Konjunktur hindern Unternehmen in den Schwellenländern, ihre Dividenden zu erhöhen.”

Die börsennotierten Unternehmen zahlten danach ihren Anlegern weltweit 228,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 54,6 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 31 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs war fast zur Hälfte Vodafone zu verdanken, das nach dem Verkauf seiner Beteiligung an Verizon Wireless die höchste jemals gezahlte Dividende ausschüttete (Brutto-Sonderdividende von 26 Milliarden US-Dollar).

53 Prozent Plus seit der Finanzkrise

Selbst wenn man die Sonderdividenden ausklammert, betrug das Wachstum im 1. Quartal beeindruckende 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Henderson. Das war gleichzeitig die höchste vierteljährliche Wachstumsrate seit Ende 2012, als US-Unternehmen im Vorfeld einer erwarteten Steueränderung große Auszahlungen leisteten. Seit ihrem Tiefpunkt während der Finanzkrise 2009 sind die globalen Dividenden annualisiert um 51,3 Prozent gestiegen.

Die Industrieländer – vor allem die USA – verzeichneten das stärkste Wachstum. Die von Unternehmen in der größten Volkswirtschaft der Welt geleisteten Gesamtausschüttungen erhöhten sich um 30,2 Prozent auf 86,5 Milliarden US-Dollar. Auch das Vereinigte Königreich und Europa erzielten dank ihrer starken Währungen ein gutes Wachstum. Die zugrunde liegenden Ausschüttungen kletterten um 14,8 Prozent.

Dividenden in Vodafone treibt Dividenden weltweit auf Rekordhöhe

Dividenden erreichen höchstes Niveau.

Schwache Entwicklung bei Schwellenländern

Die Schwellenländer enttäuschten und erhöhten ihre Dividenden laut Henderson lediglich um sieben Prozent. Auch die Region Asien-Pazifik verzeichnete mit 5,7 Prozent einen geringen Zuwachs. Dieses Quartal erinnerte die Anleger zudem an die höheren Schwankungen, mit denen sie in Schwellenländern konfrontiert sein können.

“In den Schwellenländern dämpfen die abwertenden Währungen sowie eine deutliche Abkühlung der Konjunktur die Möglichkeiten der Unternehmen, ihre Dividenden in US-Dollar zu erhöhen. Auf der einen Seite sollten die Währungseffekte nun zurückgehen, da sich die Vergleichswerte gegenüber dem Vorjahr verbessern, doch auf der anderen Seite könnte die geringere geldpolitische Unterstützung durch die US-Notenbank die Wirtschaftsaktivität in den Schwellenländern im weiteren Jahresverlauf belasten”, sagt Alex Crooke, Head of Global Equity Income bei Henderson Global Investors.

Russland schwächelt

In Russland gingen die Ausschüttungen gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte zurück – ein Ausdruck der Unvorhersehbarkeit der Dividenden russischer Unternehmen in Zeiten erhöhter politischer Risiken.

Die Industrieländer verbuchten die höchsten Wachstumsraten bei gleichzeitig geringeren Risiken. Die Dividenden aus Schwellenländern schwankten dreimal so stark wie der globale Durchschnitt. Das Vereinigte Königreich war im Gegensatz dazu mit seiner traditionellen Kultur einer progressiven Dividendenpolitik der stabilste Zahler weltweit.

Foto: Henderson

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Erster im Markt: Gothaer bündelt bAV- und bKV-Verwaltung in einem Portal

Um den Verwaltungsaufwand für die betriebliche Vorsorge und Absicherung für Arbeitgeber deutlich zu vereinfachen, bündelt die Gothaer als erster Versicherer die bAV und bKV-Verwaltung für Arbeitgeber in einem gemeinsamen Portal.

mehr ...

Immobilien

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Recruiting: Warum die Story stimmen muss

Vielen jungen Absolventen und Berufseinsteigern gilt die Finanzdienstleistungsbranche zu sehr als “old men network”, sie zieht es zu den vermeintlich jungen und hippen Fintechs. Bei ihren Rekrutierungsbemühungen steht sich die Branche aber auch selbst im Weg.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...