30. März 2015, 09:00
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Der deutsche Haushalt gibt mehr Geld für Bananen als für Aktien aus, leider

Als die US-Notenbank so richtig den Zinshobel ansetzte, hatten die Dotcom- und Immobilienblase keine Überlebenschance. Insbesondere der Zinserhöhungsrausch von Ben Bernanke, der die US-Leitzinsen von 2004 von einem bis 2006 auf 5,25 Prozent erhöhte, ließ die Aktien mit Zeitverzug dramatisch einbrechen. Und was zum Schluss mit der Weltwirtschaft passierte, haben wir alle noch in bester Erinnerung: Pleiten, Pech und Pannen. Dieses Horrorszenario würde sich nur wiederholen, wenn die aktuelle Fed Chefin Janet Yellen eine zutiefst destruktive, sadistische Ader hätte.

Keine Neuauflage der finsteren Aktienfinanzgeschichte

Hat sie aber nicht, sie hat Mutti-Qualitäten. Sollte sie in diesem Jahr die Leitzinsen auf 0,75 Prozent anheben – was aus meiner Sicht das Maximum wäre – gibt es keinen Grund, warum sich die finstere Aktienfinanzgeschichte wiederholen sollte. Und wenn Frau Yellen bereits als Mutti bezeichnet wird, dann stellt die EZB Mutter Theresa dar.

Bereits das verbale Euro-Rettungsversprechen Mario Draghis vom 26. Juli 2012, notfalls unbegrenzt Staatspapiere aufzukaufen, hat den Euro-Aktienmärkten die Liquiditätshausse beschert. Und die mittlerweile tatsächlich stattfindende Druckbetankung stellt so etwas wie die Lebensversicherung für die Aktienmärkte dar. Liquidity makes the Economy go around.

Auf die neue Euro-Finanzwelt einstellen

“Alles heiße Luft” mag der ein oder andere jetzt einwenden. Ja mit normaler Geldpolitik hat es nichts mehr zu tun. Aber die Anleger müssen sich pragmatisch auf die unnormale, neue Euro-Finanzwelt einstellen. Innovativ ist es auch, dass es der EZB nach Abwendung der Euro-Staatsschuldenkrise um die dynamische Beilegung der Euro-Konjunkturkrise geht. Viel und billiges Geld sowie ein “Draghi-sch” gedrückter Euro sollen die eurozonale Wirtschaft düngen und auf die Deflation wie Unkrautvernichtungsmittel wirken.

Positive Überraschungen für 2015 in der Pipeline

Und siehe da, neben günstigen Energierohstoffen hat sich die konjunkturelle Stimmung in Deutschland aber auch in der Eurozone insgesamt schon merklich gehoben. Im weiteren Jahresverlauf ist mit weiteren positiven Überraschungen zu rechnen. Und schließlich, sollten sich – wovon auszugehen ist – die ifo Geschäftserwartungen im Trend noch weiter stabilisieren, dann klappt es auch immer besser mit dem Wachstum deutscher Unternehmensgewinne.

Seite 3: Zinsvermögen ist Fallobst

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