Anzeige
7. Juli 2015, 10:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Erste AM bringt Fonds für grüne Anleihen

Die Erste Asset Management startet in Deutschland den Fonds Erste Responsible Bond Global Impact, der nur in so genannte Green Bonds investiert, deren Emittenten Gelder für Projekte einwerben, mit denen neben dem finanziellen Ertrag vor allem eine positive Wirkung, etwa für die Umwelt oder soziale Aspekte, erzielt werden soll.

Sustainability in Erste AM bringt Fonds für grüne Anleihen

Neuer Fonds setzt auf Green und Social Bonds.

“Wir sind einer der ersten Asset Manager weltweit, der einen Fonds ausschließlich für das Investment in Green und Social Bonds aufgelegt hat”, sagt Martin Cech, Manager des neuen Fonds. Als Beispiel für einen Green Bond nennt er eine Anleihe der Regionalverwaltung der Île-de-France: “Die Mittel dieser Anleihe flossen in den Bau von Bildungseinrichtungen, den Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien sowie in den Sozialen Wohnungsbau.”

Green Bonds: Emissionsvolumen von 50 Milliarden US-Dollar

Bei Green Bonds handelt es sich nach Aussage der Erste AM um ein junges, weltweit stark wachsendes Anleihesegment, in dem Gelder ausschließlich für nachhaltige Projekte eingeworben werden. Aktuell betrage das globale Emissionsvolumen rund 50 Milliarden US-Dollar, von denen allein im vergangenen Jahr Anleihen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar begeben wurden. Rund die Hälfte der Emissionen erfolgten in Euro. Schätzungen von Lloyds zufolge soll der Markt bis zum Jahr 2018 weiter stark wachsen und dann ein Volumen von 300 Milliarden US-Dollar erreichen. Für dieses Jahr rechnet Lloyds mit einem Marktvolumen von rund 100 Milliarden US-Dollar.

Emittenten aus den Bereichen Industrie und Finanzen

“Die Zahl der Emittenten wächst an und diversifiziert das Angebot zusätzlich”, sagt Cech. Neben Industrieunternehmen und Finanzdienstleistern zählen auch Länder und Gemeinden sowie supranationale Organisationen zu den Emittenten. “Unter den Investoren sind mehr internationale Player als das oft bei herkömmlichen Bonds der Fall ist”, sagt Cech.

“Grundsätzlich steht die Anlageklasse vor allem im Fokus nachhaltig orientierter Investoren – darunter viele Asset Manager und Pensionskassen”, sagt Cech. “Diese agieren stark nach dem Prinzip Buy-and-hold und verleihen dem jungen Marktsegment so zusätzlich Stabilität.”

Anerkannte Richtlinien, aber einheitliche Standards gefordert

Die ersten Green Bonds hat die Europäische Investitionsbank 2007 aufgelegt. “Bislang gibt es für Green Bonds anerkannte Richtlinien, an die sich die Emittenten halten, aber noch keine einheitlichen Standards”, sagt Cech. Die aktuellen Richtlinien umfassen vier Punkte: die Nutzung der Erlöse, Auswahlprozesse, Management der Erlöse und die Offenlegung durch den Emittenten. Bei diesen Punkten stehen Nachhaltigkeit und Transparenz im Vordergrund.

“Ich erwarte, dass sich mit zunehmender Marktgröße auch verbindliche Standards entwickeln”, so Cech weiter. Bislang seien Investoren auf die Bewertung durch Nachhaltigkeits-Ratings angewiesen. “Mit einheitlichen Standards würde der Markt einen weiteren Entwicklungsschritt machen”, sagt Cech.

Fakten zum Fonds

Der Erste Responsible Bond Global Impact ist ein globaler Anleihenfonds, der in Green-Bonds, Climate-Awareness-Bonds und zertifizierte Social-Bonds investiert. Es werden ausschließlich Wertpapiere erworben, die auf Basis eines vordefinierten Auswahlprozesses von der Verwaltungsgesellschaft als nachhaltig eingestuft werden. Der Fonds investiert hierfür in Staatsanleihen, in Emissionen von staatsnahen und supranationalen Emittenten, in Unternehmensanleihen, in Anleihen von Finanzdienstleistern, in Pfandbriefe sowie in spezielle nachhaltige Anleiheemissionen. Die jährliche Verwaltungsvergütung beträgt 0,6 Prozent.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trendprodukt Fondspolicen – Aktien Europa – Zweitmarkt 2018 – Andrang auf Zinshäuser 

Ab dem 25. Januar im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Verbraucherschützer kritisieren Zusatzversicherungen für Schüler

In Baden-Württemberg werden zu Schuljahresbeginn Versicherungspolicen von den Klassenlehrern an die Schüler verteilt – im Auftrag des Kultusministeriums. Verbraucherschützer halten die Policen für überflüssig, wie “Spiegel online” berichtet.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Retailer setzen auf kleinere Flächen

Aufgrund der hohen Mieten an den deutschen Top-Standorten setzen viele in- und ausländische Labels nach Angaben von BNP Paribas Real Estate auf kleinere Verkaufsflächen. Deutschland sei jedoch nach wie vor für viele Marken aufgrund der positiven Rahmenbedingungen einer der wichtigsten Ziel- und Expansionsmärkte.

mehr ...

Investmentfonds

Privates Geldvermögen klettert weiter

Die Zinsflaute macht Sparern auch weiterhin schwer zu schaffen. Steigende Börsenkurse lassen Besitzer von Aktien gleichzeitig aufhorchen. Dennoch ändert sich das Anlageverhalten der deutschen Sparer bislang kaum.

mehr ...

Berater

Blau direkt startet Web-App

Der Maklerpool Blau direkt hat eine Web-App für die hauseigene Anwendung “simplr” gestartet. Wie das Lübecker Unternehmen mitteilt soll die Web-App Kunden unter anderem den Vorteil bieten, dass sie nicht erst auf dem Smartphone installiert werden muss und auf sämtlichen Endgeräten funktioniert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weiterer Chef bei Hamburg Trust

Der Hamburger Immobilien-Investmentmanager Hamburg Trust Grundvermögen und Anlage GmbH hat die Geschäftsführung ab dem 1. Januar 2018 durch Oliver Priggemeyer verstärkt.

mehr ...

Recht

Bundesbank-Vorstand: Bitcoin-Regulierung ist nur eine Frage der Zeit

Kryptowährungen wie Bitcoin sind in Deutschland bislang unreguliert, das wird sich bald ändern. Das geht aus einer Aussage des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Joachim Wuermeling, hervor. Erste Schritte habe man bereits unternommen.

mehr ...