Anzeige
10. April 2015, 10:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Investec AM erwartet steigenden Ölpreis

Der Investitionsrückgang im Ölsektor wird die Preise im Jahresverlauf wieder steigen lassen. So lautet die Analyse von Tom Nelson und Charles Whall von Investec Asset Management.

Investec

Experten glauben, dass der Ölpreis weiter zulegen wird.

Das Duo managt gemeinsam den Energierohstofffonds Investec GSF Global Energy Fund. “Die Entscheidung der Opec, ihren Marktanteil auf Kosten des Ölpreises zu verteidigen, hat weltweit die größten Ausgabenkürzungen seit den 1980er Jahren ausgelöst. Der Effekt auf Investitionen und Produktion dürfte noch für Jahre spürbar bleiben“, meint Nelson. Die aktuell negativen Erwartungen an die Entwicklung des Ölpreises seien vor allem auf die Lagerbestände in den USA zurückzuführen, die sich saisonbereinigt auf hohem Niveau bewegten und weiter anstiegen.

Nachfrage steigt weiter

Mittelfristig sei jedoch mit weiter steigender Nachfrage zu rechnen, die durch sinkende Produktionskapazitäten nicht aufgefangen werden könne: “Der Markt kommt wieder ins Gleichgewicht, doch die großen Ölproduzenten dürften trotzdem nicht von diesem Szenario profitieren. Denn der Preisanstieg wird auf rückläufige Investitionen zurückzuführen sein, die den Sektor zu einem Zeitpunkt treffen, zu dem er bereits Schwierigkeiten hat, sinkende Förderkapazitäten durch Neuerschließungen aufzufangen“, sagt Whall.

Bohraktivität in den USA ist stark rückläufig

Nachdem die OPEC sich festgelegt hat, richteten sich die Augen nun auf die Schieferölindustrie in den USA. „Entscheidend wird sein, wie schnell die Tätigkeit dort zurückgeht und wann sich der Rückgang auf die Produktionskapazitäten niederschlägt“, so Fondsmanager Nelson. Seit ihren Höchstständen im Oktober 2014 sei die Zahl der Bohranlagen in den USA bereits um 40 Prozent gesunken – ein Trend, der sich in der ersten Februarhälfte stark beschleunigt hat.

Die Experten beobachten einen scharfen Rückgang der Kapitalausgaben seitens der Ölproduzenten in den USA: „Die Lage dürfte sich weiter eintrüben, denn viele Unternehmen haben ihre Budgetpläne für 2015 noch im Dezember aufgestellt, bevor der Preis für die amerikanische Leichtölsorte West Texas Intermediate (WTI) unter 60 US-Dollar pro Barrel gefallen ist.“

“Weltweite Fördermengen dürften für Jahre sinken”

Die Fondsmanager rechnen nicht damit, dass diese Ausfälle durch andere internationale Produzenten aufgefangen werden können. „Der niedrige Ölpreis hinterlässt im gesamten globalen Ölsektor seine Spuren, und Länder wie Nigeria, Venezuela oder Libyen stehen zusätzlich vor politischen Schwierigkeiten“, so Nelson. (mr)

Foto: Shuttertsock

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Vermittler als Auslaufmodell? Virtuelle Assistenten und Robo Advisor auf dem Vormarsch

Kaum eine Branche steht durch die Digitalisierung vor so einschneidenden Veränderungen wie die Assekuranz. Auch der Versicherungsvertrieb wird sich dadurch massiv verändern, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Softwareherstellers Adcubum zusammen mit den Versicherungsforen Leipzig.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Die Kosten des Betrugs

US-Präsident Donald Trump will weniger Regulierung, aber dafür drastischere Strafen für Betrüger. Wie so oft waren seine Twitter-Follower die ersten, die davon erfahren haben. Die Folgen dieses Vorhabens bekommt unter anderem Warren Buffett zu spüren.

mehr ...

Berater

Die Zukunft der Provisionen unter MiFID II

Eigentlich ist die Richtlinie längst in deutsches Recht umgesetzt worden und von den Betroffenen zu beachten. Die Umsetzung erfolgte durch das 2. Finanzmarktnovellierungsgesetz, das seit dem 03.01.2018 gilt. Nun könnte die Schlussfolgerung naheliegen, dass deshalb seit Anfang des Jahres die wesentlichen offenen Fragen beantwortet und die teils über Jahre andauernden Diskussionen, gerade auch zur Provisionsthematik, ein Ende gefunden haben. Gerade hinsichtlich der 34f-Vermittler kann hiervon allerdings keine Rede sein. Ein Gastbeitrag von Florian Kelm, Rechtsanwaltskanzlei Zacher & Partner

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...