Anzeige
5. März 2015, 13:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

J.P. Morgan empfiehlt flexible Bondstrategien

Die Fondsgesellschaft J.P. Morgan Asset Management rät Anlegern, flexible Anleihestrategien zu nutzen. Die Suche nach attraktiven Opportunitäten werde zunehmend schwieriger, sagt Anleihe-CIO Robert Michele.

JP Morgan

Michele betont die unvermindert hohe Liquiditätsversorgung: “Das Wachstum und die Inflation liegen auf globaler Ebene weiterhin nur knapp unter Trendniveau und wir rechnen damit, dass sich diese Entwicklung auf absehbare Zeit fortsetzt.“ Die Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenmärkten und insbesondere in China deute ebenso wie die schleppende Erholung in Europa darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Wachstums über Trend abnimmt.

Geldpolitik bleibt locker

„Da die Zentralbanken auf globaler Ebene nach wie vor eine sehr lockere Geldpolitik verfolgen, richten wir unsere Portfolios weiterhin vor allem darauf aus, eine möglichst hohe laufende Rendite zu erzielen. Dabei kalkulieren wir die sich abzeichnende Divergenz bei der Zentralbankpolitik ein, denn die US-Notenbank Fed wird in diesem Jahr voraussichtlich allmählich mit der Anhebung des Leitzinses beginnen, während die Europäische Zentralbank die Zinsen zuletzt gesenkt und mit der quantitativen Lockerung begonnen hat,“ so der Experte. In Japan erwarte er ebenfalls eine Fortsetzung der stark expansiven Politik.

Demnach liegt das größte Risiko nach Meinung von Michele derzeit in der geldpolitischen Entwicklung: „Die drei großen Zentralbanken verfolgen unterschiedliche Strategien. Falls die Fed in diesem Jahr mit der Anhebung des Leitzinses beginnt, wäre dies die erste Zinserhöhung in neun Jahren. Wir müssen uns der möglichen Auswirkungen auf die Märkte bewusst sein und uns darauf vorbereiten.”

Es bestehe kein Zweifel daran, dass sich die Suche nach attraktiven Opportunitäten an den Anleihenmärkten zunehmend schwierig gestaltet: “Die Renditen sind niedrig, die Risikoprämien haben sich teilweise eingeengt und die Volatilität nimmt wieder zu. Um erfolgreich zu sein, müssen wir die gesamte Bandbreite unserer Ressourcen ausschöpfen“, so die Einschätzung Micheles.

Größerer Handlungsspielraum

Vor diesem Hintergrund sind laut Robert Michele für Anleiheinvestoren neben klassischen benchmark-orientierten Konzepten neue Wege sinnvoll, beispielsweise sich von einer Anleihenbenchmark loszusagen und sich auf flexible Anlagestrategien zu konzentrieren. „Die Benchmark bindet den Investor üblicherweise in der Duration und beschränkt das Anlagesegment. Zudem belohnen Rentenindizes streng genommen Fehlentwicklungen: Wenn sich ein Land oder ein Unternehmen hoch verschuldet und viele Anleihen am Markt platziert, steigt automatisch seine Gewichtung innerhalb des Index – und das in einer Zeit, in der die Rückzahlungsfähigkeit tendenziell sinkt.“ (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Länger leben – länger investieren

Wir leben immer länger. An diese wiederkehrende gute Nachricht haben wir uns inzwischen gewöhnt. Zuletzt konnte das statistische Bundesamt vermelden, dass durchschnittlich weitere zwei Monate dazu gekommen sind. Und noch erfreulicher: Die Zeit, die wir im Alter dazugewinnen, verbringen wir bei immer besserer Gesundheit.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Immobilien

Stimmung der deutschen Immobilienfinanzierer fällt auf Fünfjahrestief

Die Stimmung unter den deutschen Immobilienfinanzierern sinkt nach den Ergebnissen des BF.Quartalsbarometers deutlich. Dies liege zu einem Großteil an rückläufigem Neugeschäft und steigenden Refinanzierungskosten. Einen Anstieg verzeichneten dagegen alternative Finanzierungsformen.

mehr ...

Investmentfonds

Die Kosten des Betrugs

US-Präsident Donald Trump will weniger Regulierung, aber dafür drastischere Strafen für Betrüger. Wie so oft waren seine Twitter-Follower die ersten, die davon erfahren haben. Die Folgen dieses Vorhabens bekommt unter anderem Warren Buffett zu spüren.

mehr ...

Berater

Die Zukunft der Provisionen unter MiFID II

Eigentlich ist die Richtlinie längst in deutsches Recht umgesetzt worden und von den Betroffenen zu beachten. Die Umsetzung erfolgte durch das 2. Finanzmarktnovellierungsgesetz, das seit dem 03.01.2018 gilt. Nun könnte die Schlussfolgerung naheliegen, dass deshalb seit Anfang des Jahres die wesentlichen offenen Fragen beantwortet und die teils über Jahre andauernden Diskussionen, gerade auch zur Provisionsthematik, ein Ende gefunden haben. Gerade hinsichtlich der 34f-Vermittler kann hiervon allerdings keine Rede sein. Ein Gastbeitrag von Florian Kelm, Rechtsanwaltskanzlei Zacher & Partner

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...