Anzeige
7. Oktober 2015, 08:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Jupiter AM: Indien bleibt Lichtblick im turbulenten Emerging Market Sektor

Avinash Vazirani, Fondsmanager des Jupiter India Select SICAV, vermutet aufgrund gemäßigter Inflationsaussichten, dass die indische Notenbank mit den Zinssenkungen noch nicht am Ende ist.

Jupiter AM Avinash Vazirani-Kopie in Jupiter AM: Indien bleibt Lichtblick im turbulenten Emerging Market Sektor

Avinash Vazirani, Jupiter AM, ist weiterhin von der Leistungsfähigkeit Indiens überzeugt.

Die Reserve Bank of India (RBI) hat zwar den Leitzins bereits um 50 Basispunkte auf 6,75 Prozent gesenkt, doch die mäßigen Inflationsaussichten deuten darauf hin, dass in den kommenden sechs bis neun Monaten noch Spielraum für Senkungen um weitere 50 bis 75 Basispunkte besteht. Bei einer Teuerung der Verbraucherpreise von 3,7 Prozent im August ist es unseres Erachtens wenig wahrscheinlich, dass die RBI bis Januar 2016 ihr gesetztes Inflationsziel von 6 Prozent erreicht.

Faktoren für die Inflationsbegrenzung

Vor allem zwei Faktoren dämpfen die Teuerung: Die gesunkenen Rohstoffpreise bieten den indischen Unternehmen mehr Spielraum, die Preise der von ihnen produzierten Waren zu senken. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der Preiskämpfe zugenommen haben. Da die Verbreitung von Internetzugängen in Indien so schnell vorankommt, kann der indische Durchschnittsbürger darüber hinaus viel leichter die Preise von Waren und Dienstleistungen vergleichen. Dies zwingt wiederum die Unternehmen, konkurrenzfähigere Preise anzubieten.

Gründe für mehr Schubkraft der Konjunktur

Zudem hat die RBI Maßnahmen getroffen, die unseres Erachtens der indischen Konjunktur Schub verleihen, weil mehr Kredit verfügbar ist. Die Senkung der gesetzlich vorgeschriebenen Liquiditätsquote – des Geldbetrags, den Banken in Form von Staatsanleihen vorhalten müssen – ist zu begrüßen. Die RBI senkt die Quote über vier Quartale gestaffelt um einen vollen Prozentpunkt. Diese Senkung ist zwar eine theoretische Angelegenheit, da die durchschnittliche indische Bank ohnehin einen Liquiditätsüberschuss von 500 Basispunkten in den Büchern stehen hat, signalisiert jedoch klar, dass die RBI die indischen Banken zur vermehrten Kreditvergabe animieren will.

Ausländer können mehr indische Anleihen kaufen

Die zweite Maßnahme – dass Ausländer statt bisher nur 3,8 Prozent jetzt bis zu 5 Prozent aller umlaufenden in Rupien notierten Bundesanleihen kaufen dürfen – könnte ebenfalls die Konjunktur anheizen, denn wahrscheinlich locken die im Vergleich zu anderen Schwellenländern hohen Zinsen in Indien Investoren an. Und schließlich dürfen indische Unternehmen, die sich im Ausland Geld leihen können, jetzt auch Anleihen in Rupien ausgeben, nicht mehr nur in Fremdwährungen. Diese vor allem für Investoren aus dem Ausland gedachten sogenannten „Masala Bonds“ könnten eine sinnvolle zusätzliche Finanzierungsquelle für indische Unternehmen werden.

Vor diesem Hintergrund sind wir der Ansicht, dass Indien weiterhin ein Lichtblick in diesen ansonsten turbulenten Zeiten der Emerging Markets bleiben wird. Wir sind, was die Positionierung des Fonds angesichts der weltweiten Volatilität angeht, nach wie vor zuversichtlich.

Foto: Jupiter Asset Management

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trendprodukt Fondspolicen – Aktien Europa – Zweitmarkt 2018 – Andrang auf Zinshäuser 

Ab dem 25. Januar im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Ergo entlässt Vertriebsvorstand

Der ehemalige Vertriebsvorstand des Versicherers Ergo, Stephan Schinnenburg, muss seinen Vorstandsposten räumen, da er wiederholt verbal ausfällig geworden ist. Das meldet das “Manager Magazin” am Freitag. Damit geht der stetige Wechsel der Vorstände bei der Ergo weiter.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeinvestment: Risikoakzeptanz wächst deutlich

Die Immobilieninvestment-Plattform Brickvest stellt in ihrem Investoren-Barometer für das Jahresendquartal 2017 eine deutlich höhere Risikoakzeptanz gerade bei deutschen Investoren fest. Gleichzeitig gibt Deutschland die Spitzenposition als Zielmarkt ab.

mehr ...

Investmentfonds

Die durchschnittlichen Renditen der Dax-Titel

Deutsche sollten verstärkt mit Aktien für ihr Alter vorsorgen. Das ist eine der Botschaften des Deutschen Aktieninstituts. Auf der Website des Instituts kann seit Freitag das Dax-Rendite-Dreieck runtergeladen werden, das die durchschnittliche Rendite der Dax-Titel über verschiedene Zeiträume hinweg zeigt.

mehr ...

Berater

Vertriebsrecht: Was sich 2018 für Verkäufer ändert

Für Vertriebsmitarbeiter bedeutet der Jahresneuanfang durch angehäufte Arbeit und neue Aufgaben oft Stress. Sich dann noch über die aktuelle Rechtslage zu informieren kann da schnell schwierig werden. Hier die wichtigsten Gesetzesänderungen im Überblick.

Gastbeitrag von Oliver Kerner, OK-Training

mehr ...

Sachwertanlagen

“Das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte”

Das Hamburger Emissionshaus HEH hat 2017 drei Flugzeugfonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von zusammen rund 82 Millionen Euro aufgelegt und platziert. Die Platzierungsgeschwindigkeit nahm dabei zu.

mehr ...

Recht

BFH-Urteil: Kosten für Dauertestamentsvollstreckung

Ob bei minderjährigen oder unerfahrenen Erben oder für die Fortführung eines Unternehmens: eine Dauertestamentsvollstreckung kann helfen, den Nachlass ordnungsgemäß zu verwalten. Was aber, wenn Erben die Kosten für die Vollstreckung steuerrechtlich geltend machen wollen?

mehr ...