Matthews Asia wirbt für Anleihen aus Fernost

Die Kurse europäischer Staatsanleihen fallen, auch die USA und Japan bieten kaum attraktive Alternativen bei Festverzinslichen. US-Asienspezialist Matthews Asia empfiehlt stattdessen, einen Blick auf Anleihen aus Fernost zu werfen.

Teresa Kong, Matthews Asia

Der Markt der asiatischen Anleihen in lokalen Währungen, wie er vom Rentenindex HSBC Asian Local Bond repräsentiert wird, ist nach Angaben der Fondsgesellschaft umgerechnet 1,73 Billionen US-Dollar schwer ─ und damit größer als der für US-High-Yield-Bonds. Hinzu kommen weitere 570 Milliarden US-Dollar, die von asiatischen Emittenten (meist von Unternehmen) in US-Dollar begeben wurden.

Währungsdiversifikation und höhere Erträge

„Beide Bereiche zusammen bieten somit überzeugende Investmentmöglichkeiten über alle drei Ertragsquellen Währungen, Zinsen und Kreditaufschläge hinweg. Darauf haben wir auch in unserem neuen Research-Bericht zu den festverzinslichen Wertpapieren Asiens hingewiesen“, erklärt Teresa Kong, Portfoliomanagerin des Matthews Asia Strategic Income Fund.

„Asiatische Anleihen verbinden gleich mehrere Vorteile miteinander“, so Kong weiter: „Sie bieten eine Diversifikation sowohl gegenüber dem Euro, dem US-Dollar und dem Yen als auch unter den verschiedenen Währungen Asiens.“ Zudem wiesen die festverzinslichen Papiere aus Fernost über den mittleren bis längeren Zeitraum höhere risikobereinigte Erträge auf als ihre westlichen Pendants. Schließlich engagierten sie sich im Vergleich zu anderen Schwellenländern vorzugsweise in Anleihen von Staaten niedrigerer Verschuldung.

„Dank ihrer geringen Korrelation zu den US-, europäischen und globalen Anleihemärkten, ihrem Exposure zu attraktiven regionalen Fundamentaldaten und einer im Vergleich zugkräftigen historischen Performance tragen Anleihen aus Asien dazu bei, über einen längeren Zeitraum ein effizienteres Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren aufzustellen“, führt Kong aus. (mr)

Foto: Matthews Asia

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