Union Bancaire empfängt ermutigende Signale aus China

Chinas Wirtschaft zeigt nach Meinung von Koon Chow, Chief Macro & FX Strategist Emerging Markets und Karine Jesiolowski, Senior Investment Specialist bei der Schweizer Union Bancaire Privée, erste Anzeichen der Erholung.

Bank of China: Peking versucht, die Wirtschaft im Reich der Mitte wiederzubeleben

Zurzeit gibt es gute Gründe, optimistisch auf China zu blicken: Die ersten Anzeichen der wirtschaftlichen Erholung sind da. Die von der Regierung verabschiedete Haushalts- und Geldpolitik erzielt erste Erfolge. Es gibt einige Faktoren, die auf ein sogenanntes Soft Landing hinweisen, da sich das Land in einer Periode wirtschaftlichen Ausgleichs befindet.

Bedeutung von Drittsektoren wächst

Die Abhängigkeit von Industriesektoren sollte geringer werden, während die Rolle von Drittsektoren zunimmt. Das überrascht nicht, da diese bereits die Hälfte der chinesischen Wirtschaft ausmachen und über acht Prozent pro Jahr wachsen. Momentan weist der Dienstleistungssektor den höchsten Anstieg für das Bruttoinlandsprodukt auf und liegt vor der Fertigungsindustrie (knapp vier Prozentpunkte der 6,9 Prozent im dritten Quartal 2015).

Wiederbelebung der Wirtschaft mit ersten Ergebnissen

Die Wiederbelebungsmaßnahmen der Zentralbank und der Regierung weisen bereits positive erste Ergebnisse auf. In den vergangenen zwölf Monaten hat die PBOC den Mindestreservesatz für Banken um 300 Basispunkte und den offiziellen Zinssatz um 175 Basispunkte reduziert. Damit wurden der Bargeldverkehr und der Kreditsektor verbessert, was wiederum zu einer Erholung im Einzelhandel und in der Automobilbranche führte. Neue Zeichen für einen Aufschwung sollten in den kommenden Monaten sichtbar werden. Die Geldpolitik wurde kürzlich weiter gelockert und am 1. Oktober 2015 wurde die Steuerquote für Fahrzeuge mit 1,6 Liter-Motoren gesenkt.

Immobiliensektor kommt auf die Füße

Zeichen für eine Erholung sind auch im Immobilienbereich sichtbar. Hauskäufer können von einer Reihe von Anreizen profitieren, wie etwa günstigeren Hypotheken, einfacherem Zugang zu Darlehen, niedrigeren Steuersätzen für Zweitwohnsitze und niedrigeren Einlagen bei Hypotheken. Das hat zu einem Anstieg der chinesischen Immobilienaktivitäten geführt. Diese jüngste Veränderung sollte positive Auswirkungen auf die Einnahmen der Lokalregierungen haben und ihre Investitionskraft stärken. (fm)

Foto: Shutterstock

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