25. Mai 2016, 10:31
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Deutsche Privatanleger missverstehen passive Investments

Was beschäftigt die Anleger, wie zufrieden sind sie, und welche Befürchtungen haben sie? Diesen und anderen Fragen geht Natixis Global Asset Management in seiner weltweiten Umfrage unter Privatanlegern für das Jahr 2016 nach.

ETF in Deutsche Privatanleger missverstehen passive Investments

ETFs werden von vielen Anlegern missverstanden.

Im Zuge dieser Studie wurden insgesamt 7.000 Privatinvestoren aus 21 Ländern, davon 400 aus Deutschland, befragt. Die aktuelle Umfrage liefert interessante Erkenntnisse über deutsche Privatanleger – beispielsweise zu ihrer Einstellung gegenüber Index-Investments.

Über die Hälfte der befragten Investoren aus Deutschland (61 Prozent) betrachten Indexfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) als kostengünstigere Anlagevehikel. Darüber hinaus sind zudem rund 70 Prozent der Meinung, dass diese Investments auch weniger riskant sind als andere Anlageklassen. Diese und andere Ergebnisse der Umfrage belegen, dass die Erwartungen vieler Investoren auf einem lediglich begrenzten Verständnis dafür beruhen, wie Indexfonds und ETFs tatsächlich funktionieren.

ETFs erhalten gute Noten in Meinungsumfragen

– Mehr als die Hälfte der deutschen Privatanleger (58 Prozent) vertritt die Auffassung, dass sich durch den Einsatz von Indexfonds und ETFs Verluste begrenzen lassen.
– Nach Einschätzung von 58 Prozent der Befragten aus Deutschland bieten Indexfonds ein relativ hohes Diversifikationspotenzial.
– Über die Hälfte der deutschen Investoren (60 Prozent) ist der Meinung, dass Indexfonds uneingeschränkten Zugang zu den wirklich besten Anlagechancen am Markt bieten.

Und dennoch waren die deutschen Anleger überrascht, als der deutsche Aktienindex Dax im Zuge seiner Jahresendrallye von 2015 weit über 11.000 Punkte lag. Seit seinem Höchststand im 4. Quartal von 11.382 Zählern legte er einen bis dato beispiellosen Absturz hin. In den 30 Jahren vor der Jahrtausendwende gab der Dax gerade acht mal im ersten Quartal nach. Und das im Schnitt um -5,4 Prozent. Dies zeigt deutlich, dass die Märkte nicht nur turbulenter geworden sind, sondern der Gegenwind auch kräftig zugenommen hat.

Risiken werden falsch eingeschätzt

„Mit einem ETF wäre man beim Rauf und Runter voll dabei gewesen – wobei das ‚Auf‘ bisher noch auf sich warten lässt. Zuletzt haben deutsche Anleger, die fälschlicherweise davon ausgegangen waren, vor solch heftigen Verlusten geschützt zu sein, eher wenig Trost in Indexfonds gefunden“, sagt Jörg Knaf, Executive Managing Director von Natixis Global Asset Management für Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Risiken seines Portfolios zu kennen und auch zu verstehen. Vielen Anlegern, die in Indexfonds investieren, nur weil sie ‚billiger‘ sind, ist womöglich gar nicht klar, worum es beim Investieren geht: nämlich darum, Alpha zu generieren und auf lange Sicht hohe risikobereinigte Erträge zu erzielen. Bei kurzfristigen Kursanstiegen mag ein Indexfonds vielleicht eine gute Wahl sein, für sinkende Märkte gilt das aber nicht. Nur wirklich aktive Strategien können dabei helfen, von Marktturbulenzen zu profitieren und stabile Erträge zu erwirtschaften“, fügt Knaf hinzu.

Seite zwei: Für die Mehrheit der deutschen Anleger hat Sicherheit oberste Priorität

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