Anzeige
Anzeige
14. Dezember 2016, 21:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Fed-Entscheidung zu kritischem Zeitpunkt”

Die Fed hat nach einem Jahr ein weiteres Mal an der Zinsschraube gedreht. Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer Deutsche Asset Management, zur Entscheidung der US-Notenbank, die Fed Funds Rate um 25 Basispunkte auf die Spanne 0,5 bis 0,75 Prozent zu erhöhen.

Kreuzkamp Stefan-Official-2012-04 in Fed-Entscheidung zu kritischem Zeitpunkt

Stefan Kreuzkamp glaubt nicht an einen Ausverkauf bei Anleihen.

Im vergangenen Jahr hatten Skeptiker noch befürchtet, dass die US-Wirtschaft nicht mit einer Zinserhöhung umgehen könnte. Nun ist die größere Sorge der Märkte, dass die Fed sogar zu langsam erhöhen könnte. Nichtsdestotrotz halten wir es für klug, erst einmal abzuwarten, wie die Fiskalpolitik des kommenden Präsidenten Donald Trump wirklich aussehen wird.

Kein Anleihe-Abverkauf

Obwohl weitestgehend erwartet, kommt die Entscheidung der US-Notenbank zu einem kritischen Zeitpunkt: Der Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen hat die jüngsten Markttrends noch verschärft: US-Aktien stehen auf Rekordständen, zehnjährige US-Anleihen haben seit der Wahl um mehr als 60 Basispunkte zugelegt und notieren bei gut 2,5 Prozent. Inflations- und Wachstumserwartungen sind geradezu erschreckend schnell angestiegen – erschreckend zumindest für Anleiheinvestoren. Wir erwarten aber dennoch keinen Anleihe-Abverkauf. Die Flitterwochen zwischen Trump und den Märkten könnten schon Mitte 2017 vorbei sein – wenn seine Regierungsmannschaft mit dem täglichen Klein-Klein des Politikbetriebes konfrontiert sein wird. Bis dahin werden Unternehmen und private Haushalte bereits den ersten Gegenwind durch höhere Zinsen spüren.

Aufgrund der erwarteten Zinserhöhung und einer eher moderaten Sprache dürfte die Dollar-Rally erst einmal eine Pause machen. Dennoch rechnen wir auf Jahressicht mit Parität zum Euro.

Renditeabstand zwischen deutschen und amerikanischen Anleihen könnte wachsen

Der Renditeabstand zwischen deutschen und amerikanischen Anleihen hat inzwischen das Niveau von 1989 erreicht. Dieser Abstand könnte angesichts der heutigen Zinserhöhung und der zwei Zinsschritte, die wir für das kommende Jahr erwarten, noch größer werden. Allerdings darf man nicht vergessen, welche Rolle Erwartungen in diesem Zusammenhang spielen: Derzeit sind diese recht positiv für die USA und eher negativ für die Euro-Zone. Oder mit anderen Worten: Dieser Renditeabstand spiegelt den Trump-Effekt bereits weitgehend wider. 2017 könnte der Abstand seinen Höhepunkt dann erreicht haben.

Foto: Deutsche Asset Management

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Studie: DSGVO verunsichert Assekuranz

Ein positives Kundenerlebnis, Kundenzufriedenheit und Kundenkommunikation werden für die Versicherer immer wichtiger. 70 Prozent intensivieren ihre Bemühungen, weil die Ansprüche der Kunden steigen. Eine große Rolle spielen dabei Kundendaten. Bis heute weiß aber jeder zweite Versicherer (50 Prozent) noch nicht, wie stark die Auswirkungen der DSGVO auf den operativen Betrieb sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Quadient Germany unter Versicherungsunternehmen.

mehr ...

Immobilien

Umsatz in der Bauindustrie wächst weiter kräftig

Der Immobilienboom und der Ausbau der Verkehrsnetze bescheren der Bauindustrie weiter gute Geschäfte. Im September stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 6,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

mehr ...

Investmentfonds

May sagt Abstimmung über Brexit-Deal ab

Die britische Premierministern Theresa May hat die für morgen (Dienstag) geplante Abstimmung des Parlaments über das Brexit-Abkommen abgesagt. Das berichtet die Nachrichtenagentur “Reuters”. Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte, Großbritannien habe “keine funktionierende Regierung mehr”.

mehr ...

Berater

Fintechs: Frankfurt fällt zurück – Berlin und München vorn

Die Bankenstadt Frankfurt fällt trotz aller Bemühungen für mehr junge Finanzfirmen hinter die Konkurrenz zurück. So heißt es in einer Studie der Bank Comdirect, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Anselm Gehling scheidet als CEO der Dr. Peters Group aus

Anselm Gehling (51), Chief Executive Officer der Dr. Peters Group in Dortmund, verlässt am Jahresende 2018 das Unternehmen und gibt zeitgleich alle Geschäftsführungspositionen ab. Die Nachfolgerin stammt aus der Familie Salamon. 

mehr ...

Recht

Einheitlicher Einbau von Rauchmeldern zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Wohnungseigentümer bei Bestehen einer landesrechtlichen Pflicht den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern in allen Wohnungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Wohnungen einbezogen werden, deren Eigentümer bereits Rauchmelder angebracht haben (Az.: V ZR 273/17).

mehr ...