12. Mai 2017, 08:15
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Nordea: Trumponomics sind ein Risikoelement

Jorry Rask Nøddekaer, Head of Global Emerging Markets Equities bei Nordea Asset Management sieht Aktien aus den Schwellenländern günstig bewertet und mit einem positiven Ausblick.

Wachstum-china in Nordea: Trumponomics sind ein Risikoelement

Trotz aller Herausforderungen eröffnet China viele Möglichkeiten.

“Für 2017 gibt es gute Wachstumsaussichten“, so Nøddekaer. 2016 hätten sich einige Schwellenländermärkte fundamental erholt. “Angesichts der Gewinndynamik und der generell positiven wirtschaftlichen Entwicklung sind wir überzeugt, dass sich dieser Trend 2017 fortsetzen wird. Im Sommer könnte sich die Volatilität erhöhen, da dann zyklische Faktoren wirksam werden. Aber insgesamt sehen wir gute Wachstumschancen”, erklärt Nøddekaer.

Quo vadis US-Zinsen?

Viele Investoren beschäftigt die Frage, wohin sich die US-Zinsen bewegen werden und welchen Einfluss deren Entwicklung auf den Kapitalfluss in die Schwellenländer haben wird. “Wir erwarten einen graduellen Anstieg der US-Zinsen. Wobei wir davon ausgehen, dass die US-Notenbank die Zinsschraube nur langsam anziehen wird, da die US-Wirtschaft kaum anhaltend stark wachsen dürfte”, so der Fondsmanager. Dieses Szenario sei für Emerging Markets günstig, die nicht gut auf hohe Ausschläge reagieren.

Kurs der US-Handelspolitik kann Gefahr sein

Andererseits sollten Anleger die Gefahr nicht unterschätzen, die vom neuen Kurs der US-Handelspolitik unter Donald Trump, wie etwa den geplanten Handelsbeschränkungen, für die Schwellenländer ausgehen. Nøddekaer: “Trumponomics ist tatsächlich ein Risikoelement. Wir achten im Portfolio deshalb darauf, wie stark und in welche exportierenden Ländern und Unternehmen wir investieren. Diese müssen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil aufweisen, damit sie im Fall einer Besteuerung dank einer starken Preissetzungsmacht die Kosten weitergeben können.”

Der Fondsmanager und sein Team sind kurz-, aber vor allem langfristig sehr optimistisch im Hinblick auf die Schwellenländer. “Die Binnenmärkte eröffnen viele Möglichkeiten, zum Beispiel durch den Aufstieg der urbanen Konsumentenschicht in Indien oder die Gesundheitsreform in China. Zudem sehen wir hervorragende Aussichten für Exportunternehmen im Technologiesektor”, unterstreicht Nøddekaer. (fm)

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