30. Juni 2019, 06:00
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Impact Investments entlang der „Neuen Seidenstraße“

Der IIV Mikrofinanzfonds der Invest in Visions GmbH ist mit rund der Hälfte seines Volumens in vielen Anrainerstaaten entlang des wahrscheinlich größten Infrastrukturprojekts Chinas, die neue Seidenstraße, investiert. Über die Gründe schreibt Edda Schröder, Geschäftsführerin der Invest in Visions, in ihrem Kommentar.

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Edda Schröder, Geschäftsführerin der Invest in Visions.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Wirkung der SDGs bei diesem gigantischen Vorhaben genauer unter die Lupe zu nehmen und vor allem für Messbarkeit zu sorgen. Schließlich möchten wir und unsere Investoren unseren Impact kennen“, so Edda Schröder, Geschäftsführerin der Invest in Visions.

Einen ersten Blick wirft der auf wirkungsorientierte Investments spezialisierte Portfoliomanager auf SDG 9 „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. Das neunte Nachhaltigkeitsziel der insgesamt 17 SDGs wurde von den Vereinten Nationen aufgenommen, da Investitionen in Infrastruktur Grundvoraussetzung für Produktivität, Einkommen sowie Gesundheit und Bildung ist.

Usbekische Eisenbahnstrecke als wirtschaftliche Chance

Rund 1,6 Milliarden US-Dollar kostete der Bau der Bahnstrecke von Angren im Ferghanatal nach Pop, die im Juni 2016 fertiggestellt wurde. Langfristig gehen die Transportkosten für Personen- und Frachtverkehr zurück bei gleichzeitiger Steigerung die Transportkapazitäten. Profiteure sind vor allem Schlüsselsektoren wie Textilien und Dienstleistungen. Warum?

Die 7,6 Millionen Einwohner des Ferghanatals erhalten leichter Zugang zum restlichen Staatsgebiet Usbekistans und können die dort entstandene Nachfrage nach Arbeitskräften stillen. Umgekehrt können kleine und mittlere Unternehmen aus dem Ferghanatal ihre Ware einem größeren Markt zur Verfügung stellen.

Das Resultat: Einkommensunterschiede zwischen dem Ferghanatal und dem übrigen Usbekistan verringern sich dauerhaft. Die Messung der positiven – oder auch negativen – Auswirkungen ist allerdings schwierig, die historischen Vergleichsdaten fehlen.

Wirkungsmessung der SDGs in Angriff genommen

Generell wird die Messbarkeit der SDGs von den Indikatoren der insgesamt 169 definierten Unterzielen unterstützt. „Die Schwierigkeit der Messung liegt hauptsächlich an den mangelnden vorliegenden Zahlen, da die Bahnstrecke erst vor rund zwei Jahren fertiggestellt wurde“, erklärt Schröder. Und weiter: „Allerdings haben wir eine Matrix entwickelt, die über die Jahre als Messinstrument herangezogen werden kann.“

Dafür hat Invest in Visions zwei Unterziele des neunten Nachhaltigkeitsziels und die dazugehörenden Indikatoren angewandt. So wird unter anderem die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung anhand des Indikators Frachtaufkommen gemessen und die Steigerung des Industrieanteils an der Gesamtbeschäftigung anhand des Pro-Kopf-Anteils des verarbeitenden Gewerbes.

„Noch fehlen Vergleichszahlen, um die Wirkung endgültig beurteilen zu können. Aber mit unserer Matrix sollte dies von Jahr zu Jahr einfacher werden“, so Schröder. Die erfahrene Expertin ist schon heute überzeugt: „Die Investitionen, die wir mit unserem IIV Mikrofinanzfonds tätigen, sind nach sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien an der richtigen Stelle und wirken sich nachhaltig positiv aus. Denn darum geht es schließlich im Impact Investing.“

 

Foto: Invest in Visions

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