„Gold bleibt Favorit bei Geldanlagen“

Foto: Noble Metal Factory
Ronny Wagner, Noble Metal Factory

Die Nachfrage nach Edelmetallen, allen voran Gold, stagniert nicht, sondern nimmt weiter zu. Dazu gibt es statistische Erhebungen des World Gold Councils aus London, welcher die erstaunliche Entwicklung des Goldpreises und seiner Fördermengen dokumentiert. Ein Beitrag von Ronny Wagner, Gründer und Geschäftsführer der Noble Metal Factory

Die Nachfrage nach Edelmetallen, allen voran Gold, stagniert nicht, sondern nimmt weiter zu. Dazu gibt es statistische Erhebungen des World Gold Councils aus London, welcher die erstaunliche Entwicklung des Goldpreises und seiner Fördermengen dokumentiert. Ein Beitrag von Ronny Wagner, Gründer und Geschäftsführer der Noble Metal Factory

Neben dem Ankauf physischer Edelmetalle, bevorzugt Gold, Silber, Platin und Paladium, werden derzeit vor allem indexgehandelte Gold-Börsenprodukte gekauft – mit einem Gesamtvolumen von über 2.600 Tonnen Gold. Diese Menge übersteigt die Goldreserven fast aller Länder mit Ausnahme von Deutschland und Amerika. Bei einem durchschnittlichen Unzenpreis (31,1 g) von 1.600 Euro haben wir seit 2014 einen Wertzuwachs um gut 620 Euro pro Feinunze gesehen. Nach Meinung der Goldexperten der Noble Metal Factory aus Schwarzheide in Brandenburg, einem Spezialisten für Goldsparpläne, bewegen wir uns in diesem Jahr auf eine weltweite Rezession mit sehr unsteten wirtschaftlichen Kennzahlen zu.

Hohe Kaufbereitschaft für Gold

Derartige Verunsicherungen haben seit jeher bei der Bevölkerung eine hohe Kaufbereitschaft für Gold ausgelöst, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die steigende Nachfrage den Preis weiter anschieben wird. Unternehmensgründer Ronny Wagner sieht in dem Preis von derzeit etwa 1.600 Euro/Feinunze lediglich ein Zwischenhoch, welches bis zum Jahresende auf 1.800 bis 2.000 Euro ansteigen könnte.

Gold kaufen ist leichter gesagt, als für viele getan. Denn bei Grammpreisen von knapp 30 Euro für 585er Gold und etwa 50 Euro für 999er Feingold sind die Möglichkeiten für viele Menschen begrenzt. Daher bieten die Goldhändler der Noble Metal Factory beispielsweise ein „Krügerrand-Abo“an, bei dem mit Einzahlungen von 50 Euro pro Monat (oder auch einer Einmalzahlung) eine Krügerrand-Münze abbezahlt wird, die danach ausgeliefert oder im Hochsicherheitstresor eingelagert wird. Der berühmte „Krügerrand“ die südafrikanische Goldmünze mit einem Goldanteil von fast 92 Prozent (der Rest besteht aus Kupfer) gilt als die erste offizielle Anlage-Münze und erfreut sich weltweiter Beliebtheit und Akzeptanz.

Gold gilt gemeinhin als fundierte Absicherung aller anderer Vermögenswerte wie Aktien, Devisen, Derivate oder Sparguthaben. Entsprechend lautet der Firmenslogan der Noble Metal Factory: Vermögen braucht Sicherheit. Gold ist das nachhaltige Gegengewicht zu jedem Anlageportfolio, da es keinen Kurs- oder Spekulationsrisiken ausgesetzt ist. Es wird immer einen (hohen) Wert behalten, während Papiergeld oder Wertpapiere durch Abwertung und Kurseinbrüche wertlos werden können.

China kauft massiv Gold

Gerade die Chinesen, die mit einer gigantischen Bevölkerungsdichte und einem ungeheuren Expansionsdrang, der oft über erträgliche Maße hinausgeht, die anderen Länder zu Wirtschafts-Sanktionen zwingen, haben sich auch in diesem Jahr vermehrt in Goldkäufen engagiert, weil die Turbulenzen und Probleme mit den Amerikanern zu Einfuhrzöllen und monetären Einbußen geführt haben. Die Absicherung durch Goldinvestments hat 2020 in asiatischen Ländern an Bedeutung gewonnen.

Die Folge: Millionen Menschen haben Gold in Form von Barren oder Schmuck erworben. Vor dem Hintergrund, dass die Fördermengen begrenzt und sogar rückläufig sind, wird der Goldpreis weiter steigen. Hinweise darauf, dass Goldreserven in größerem Umfang verkauft werden, und dadurch der Goldpreis fällt, gibt es derzeit nicht. Mit einem anvisierten Ziel von mindestens 2.000 Euro pro Feinunze bis Jahresende ist der Zeitpunkt zum Kauf auch in diesem Jahr noch gut gewählt. Auch die Politik hat einen großen Einfluss auf das Verhalten der Menschen, die in Zeiten großer Verunsicherung oder bei politischen Wirrungen oder Konfrontationen sich dem Gold stets zugewandt haben, weil niemand sagen kann, in welche Richtung das Wirtschafts-Pendel ausschlägt.

„Gold als Schutz vor den Torheiten der Politiker“

Die Aussage von Michael Mullaney, Chef einer der größten amerikanischen Vermögensverwaltungs-Firmen für private Gelder, deckt sich mit dieser Theorie: „Wir betrachten Gold als Schutz vor den Torheiten der Politiker“, sagt der Chief Investment Officer, verantwortlich für die Kapitalanlagen bei Fiduciary Trust in Boston. Dennoch konnte Gold als vermeintliche Krisenwährung auch in Zeiten gemäßigter ökonomischer Entwicklungen an Wert deutlich zulegen, quasi antizyklisch, so dass beinahe wöchentlich von neuen Höchstständen berichtet werden kann. Der Inflationsdruck könnte sogar dazu führen, dass in einigen Monaten die US-Notenbank die geldpolitischen Zügel wieder stärker anziehen könnte. Sollte der Goldpreis dann, charttechnisch bewertet, die Marke von 1.800 Dollar übersteigen, könnte der Weg sogar rauf bis zu 2.500 Dollar pro Feinunze frei sein. Bedeutet, der Kunde zahlt dann für 31,1 Gramm Feingold beim Händler so viel wie niemals zuvor.

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