Asien: Warum es 2021 wieder steigende Firmengewinne geben könnte

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Taipei: Taiwan zählte bislang zu den asiatischen Ländern mit den höchsten Wachstumsraten.

2020, in dem ein Jahrzehnt an Veränderungen in ein einziges Jahr gepresst wurde, war gut für viele asiatische Firmen: „Im vergangenen Jahr sind die Unternehmensgewinne in ganz Asien weit weniger gesunken als von Analysten zunächst befürchtet, und wir glauben, dass sich die Gewinne 2021 wieder stark erholen können“, ist Inbok Song, Portfoliomanagerin beim Asienexperten Matthews Asia, zuversichtlich. Ihr Kollege Sharat Shroff geht davon aus, dass auch kleinere Betriebe vom Aufschwung in Asien profitieren werden: „Die Auswirkungen der Pandemie waren bei kleinen und mittleren Firmen überproportional zu spüren. Die wirtschaftliche Erholung wird mit der zunehmenden Verbreitung von Impfungen auf breiterer Basis einsetzen“, erklärt der Portfoliomanager im aktuellen Marktkommentar des Investmenthauses

Song nennt als Beispiele für bessere Unternehmensgewinne Firmen aus Taiwan und Südkorea – zwei Länder, die erheblich zum Wachstum in Asien beigetragen haben und sehr effektiv bei der Eindämmung der Pandemie waren: „Sie sind auch die Heimat von Betrieben, die von der Nachfrage nach Halbleitern profitieren. Diese Nachfrage wird durch 5G, Fahrzeuge mit alternativem Antrieb und in der Cloud basierte Dienstleistungen getragen.“

Beschleunigung der Arbeitsreformen

Ein wichtiger Trend 2020 war auch die Beschleunigung der Arbeitsreformen in Indien und Indonesien. „Solche Reformen sind in der Regel heikel, aber einige der Änderungen können die Kosten der Geschäftstätigkeit senken und arbeitsintensive Unternehmen unterstützen“, so Shroff.

Indiens Regierung und seine Zentralbank arbeiteten aktiv daran, mehr Produktion in Indien anzusiedeln und ausländisches Kapital anzuziehen.

Warum die Fimengewinne steigen dürften

Für steigende Unternehmensgewinne in Asien spreche zudem, dass die Einführung von Online-Handel, Software-Services und digitalen Geschäftsmodellen insbesondere in Südasien vor Covid-19 langsam verlaufen sei.

Neue Chancen für innovative Unternehmen

„Die Pandemie hat das mit Über-Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, was neue Möglichkeiten für innovative Firmen bereitet“, sagt Shroff. Was sich vermutlich nicht ändern werde, sei das Interesse der Verbraucher an höherwertigen Gütern und Dienstleistungen, meint Song: „Das wird anhalten und sich durch den Fokus auf Gesundheit und Sicherheit verstärken.“

Schließlich setzten sich Deregulierung und Liberalisierung der chinesischen Kapitalmärkte fort, einschließlich einer größeren Öffnung gegenüber ausländischen Investitionen. Dies biete zusätzliche Liquidität und Unterstützung für Chinas schnell wachsende Anleihe- und Aktienmärkte.

„Chinas Deregulierung der Kapitalmärkte kann auch dazu beitragen, Kapitalkosten für Unternehmen im Land zu senken“, so Shroff.

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