13. November 2009, 15:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rezession beendet: Wachstum in Deutschland und der Euro-Zone

Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal ihr höchstes Wachstum seit anderthalb Jahren verzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – die Summe aller hergestellten Waren und erbrachten Dienstleistungen – stieg von Juli bis September um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamt (Destatis) zeigen. Auch in der Euro-Zone geht es wieder aufwärts.

Aufschwung-127x150 in Rezession beendet: Wachstum in Deutschland und der Euro-ZoneObwohl das BIP-Minus in Deutschland gegenüber dem Vorjahr immer noch 4,7 Prozent beträgt, hat die Bundesrepublik die Rezession damit vorerst hinter sich gebracht – zumindest nach technischer Definition. In der dritten Berichtsperiode legten laut Destatis vor allem die Exporte – in der Krise die Achillesferse der hiesigen Wirtschaft – deutlich zu.

Anders als noch beim Pseudo-Aufschwung im zweiten Quartal, als eine wesentliche Ursache für das 0,4-prozentige BIP-Wachstum war, dass die Importe stärker zurückgingen als die Exporte, nahmen diesmal auch die Einfuhren deutlich zu, so die Statistiker. Unterm Strich wuchsen die Exporte aber schneller, sodass sich ein positiver Wachstumsbeitrag von den Nettoexporten ergab. Detaillierte Ergebnisse gibt Destatis am 24. November bekannt.

Nach Ansicht von Deka-Volkswirt Dr. Andreas Scheuerle und seinem Research-Team ist die deutsche Konjunktur definitiv auf einen Erholungspfad eingeschwenkt. Allerdings hatten sie sich für das dritte Quartal sogar mehr als den veröffentlichten Wachstumsschub um 0,7 Prozent erhofft.

„Wir gehen davon aus, dass sich die fehlende Dynamik des dritten Quartals in einer stärkeren Entwicklung des vierten Quartals wiederfinden wird“, erklärte Scheuerle. Die Vorzeichen seien weiterhin gut: So hätten die Unternehmen im dritten Quartal einen Rekordanstieg bei den Auftragseingängen zu verzeichnen, der sich in der Produktion bislang nur unvollständig widerspiegelte.

Eurostat: Wirtschaft in der Euro-Zone wächst wieder

Unterdessen ist auch die Wirtschaft in der Euro-Zone auf dem Weg, sich aus der Rezession zu befreien. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, wuchs das BIP von Juli bis September nach vorläufigen Berechnungen um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auf Jahressicht ergibt sich ein Minus von 4,1 Prozent. (hb)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Kunden sollen Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden

Das Justizministerium hat Pauschalreise-Kunden der insolventen Thomas Cook aufgefordert, ihre Ansprüche nicht nur bei der Versicherung, sondern auch beim Insolvenzverwalter anzumelden. Das sei Voraussetzung dafür, das versprochene Geld vom Bund zu erhalten, teilte das Ministerium am Freitag mit.

mehr ...

Immobilien

Neues Finanzierungskonzept: Sorgenfrei im Alter

Viele Menschen möchten sich im Rentenalter Wünsche und Träume erfüllen. Die notwendigen Geldmittel stecken dabei oftmals im Eigenheim fest. Um sich mithilfe der Immobilie den Lebensabend zu finanzieren, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Welche das sind und welche Vor- und Nachteile sie bieten, zeigt der Vergleich der Immobilienverkaufsmodelle.

mehr ...

Investmentfonds

Blockchain: Welche neuen Investment-Chancen die Technologie bietet

Die meisten Anleger verbinden mit „Blockchain“ Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. Tatsächlich hat die Blockchain-Technologie als dezentrales, nichtmanipulierbares digitales Datenregister das Potenzial, die gesamte Geschäftswelt umzuwälzen. Welche Vorteile, aber auch Risiken bietet die Blockchain, in welche Unternehmenstypen sollte man investieren? Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management, kennt die Antworten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Datenkrake Schufa: Was weiß die Schufa?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, hat 360 Millionen Daten von 60 Millionen Deutschen erfasst. Wer einen Handyvertrag abschließt, Miet-, Kauf- oder Leasingverträge unterzeichnet oder einen Kredit aufnimmt, kann von der Schufa erfasst werden. Verbraucher haben nach Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einen Anspruch darauf, zu erfahren, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden. Was die Schufa weiß und darf.

mehr ...