Et hätt noch immer jot jejange: Wirtschaft unvorbereitet auf Brexit

Laut Theresa May ist der Gordische Knoten bei den Brexit-Verhandlungen durchschlagen. Ob der Kompromiss das britische Parlament passiert, darf bezweifelt werden, bringen sich doch Mays Gegner bereits in Position.

Das Prinzip heißt Hoffnung: Die Firmen hierzulande warten auf eine Einigung bei den Brexitverhandlung. Doch die Zeit wird verdammt knapp. Und auf eine No-Deal sind die Unternehmen nicht vorbereitet.

Für den Fall, dass der Deal scheitert, dürfte die deutsche Wirtschaft Probleme bekommen. Denn ein Großteil der Unternehmen ist nicht auf ein No-Deal-Szenario im Zuge des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der EU vorbereitet.

Das hat eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)  unter mehr als 1.100 deutschen Unternehmen ergeben. Selbst Firmen, die regelmäßig ins Vereinigte Königreich exportieren, sind zu einem großen Teil unvorbereitet.

Somit drohen der deutschen Wirtschaft große Schäden, wenn sich das nicht bald ändert, warnen die Ökonomen. „Das Ergebnis ist besorgniserregend. Wer glaubt, immer weiter abwarten zu können, um einen Notfallplan zu erstellen, irrt sich“, warnt IW-Ökonom und Studienautor Jürgen Matthes.

Kommt es zu keiner Einigung zwischen London und Brüssel, dann droht bereits am 30. März 2019 über Nacht ein harter Brexit mit Zöllen und langen Grenzkontrollen. Und das würde auch zu einem rechtlichen Chaos führen.

Denn in vielen Bereichen wäre überhaupt nicht klar, welche Regeln für den grenzüberschreitenden Handel gelten würden. Denn es sind zahlreiche Detailfragen zu prüfen, die jedes Unternehmen spezifisch für sich klären muss. Dabei können Unternehmensberatungen helfen, doch diese werden um den Brexit herum kurzfristig nicht genug Kapazitäten haben.

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