Aktienbörsen trotzen Konjunkturumfeld

Zum Wochenanfang hielt die schlechte Nachrichtenlage in der Eurozone an, als die jüngsten Ifo-Zahlen auf breiter Front enttäuschten. So verfehlten das Geschäftsklima, die Geschäftserwartungen und die Geschäftslage allesamt die Erwartungen. Mit dem niedrigsten Wert für das Geschäftsklima seit November 2012 verdichteten sich somit die Rezessionsängste für Deutschland. Ein Kommentar von Michael Jensen, Head of Asset Management und Managing Director bei Moventum Asset Management S.A.

Michael Jensen, Head of Asset Management und Managing Director bei Moventum Asset Management S.A.

Die angespannte Lage wurde durch den nun bestätigten BIP-Rückgang von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal nochmals untermauert. In den USA gab es dagegen einige positive Überraschungen bei den Frühindikatoren. So wurde bei den Auftragseingängen für langlebige Konsumgüter ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat vermeldet (Konsens: 1,2 Prozent).

Konsumentenvertrauen übertrifft Erwartungen

Und auch das Konsumentenvertrauen (Conference Board) konnte mit 135,1 Punkten die Erwartungen (129,0 Punkte) deutlich übertreffen. Der anhaltend solide Wachstumspfad der USA wurde durch das BIP-Wachstum von 2,0 Prozent (annualisiert) zum Wochenausklang nochmals bestätigt.

Für Verwunderung sorgte dann aber das durch die Universität Michigan erhobene Konsumentenvertrauen, bei dem im Gegensatz zu den Zahlen des Consumer Conference Board ein signifikanter Rückgang von 8,6 Punkten vermeldet wurde. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent sank auf 59,05 US-Dollar. Der US-Dollar konnte gegenüber dem Euro um 0,87 Prozent aufwerten. Der japanische Yen konnte um 0,69 Prozent zulegen.

Aktienzuwachs in den USA, Europa und Schwellenländern

In einem freundlichen Aktienmarktumfeld konnten US-Aktien deutlich zulegen, gefolgt von Europa und den Schwellenländern. Den geringsten Wertzuwachs verzeichnete der japanische Aktienmarkt. Sowohl in den USA als auch in Europa schnitten Growth-Aktien besser ab als ihre Value-Pendants.

Nebenwerte erzielten in beiden Regionen eine Underperformance. Auf Sektorebene dominierten in den USA die Segmente Industrie, Kommunikation und Rohstoffe, während Konsumwerte und Versorger zurückblieben.

In Europa zeigten die Sektoren Rohstoffe, Kommunikation und Basiskonsum relative Stärke. Underperformer waren Gesundheitswerte, Technologieunternehmen sowie der Finanzsektor.

Staatsanleihen verzeichnen Zuwächse

Im Rentenbereich erzielten Staatsanleihen die größten Kurszuwächse. Aber auch Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Hochzinsanleihen verzeichneten ein kleines Plus. Lokalwährungsanleihen aus den Schwellenländern zeigten sich ebenfalls stabil.

In diesem Umfeld konnten alle Strategien eine positive Wertentwicklung verzeichnen. Auf der Rentenseite machte sich vor allem die Untergewichtung von Staatsanleihen zugunsten von Engagements im Kreditsegment negativ bemerkbar. Auf der Aktienseite erwies sich die Übergewichtung des US-amerikanischen Aktienmarktes als vorteilhaft.

Sektorseitig stiftete die Übergewichtung von Technologiewerten erneut einen Mehrwert, während die positive Einschätzung des Gesundheitssektors die relative Wertentwicklung belastete.

Private Wealth Portfolios resistent gegnüber Kursschwankungen

Ziel des Portfolios ist die Erwirtschaftung einer Rendite, welche sich mindestens in Höhe der Inflationsrate bewegt. Interessant für Anleger, die nicht länger bereit sind, ihr Kapital den Schwankungen der Märkte auszusetzen. Durch die Steuerung über Risikoparameter und Korrelationen wird eine deutliche Reduzierung der Wertschwankungen erreicht.

PWM-Portfolio mit positiver Werteentwicklung

Im Umfeld steigender Aktien- und Rentenmärkte konnte das PWM-Portfolio eine positive Wertentwicklung von 99 Basispunkten generieren. Bei den long-only Aktienfonds lieferten der dynamische MS INVF Global Opportunity (+2,12%) sowie der defensiv positionierte MS INVF Global Brands (+1,45%) einen stabilen Performancebeitrag.

Bei den Rentenfonds profitierten Produkte mit Durationsexposure. So konnte bspw. der Axa Euro 10+ LT (+1,56%) deutlich zulegen. Bei den Pfandbriefen zeigten sich erneut etwas geringere Ausschläge. Der Nordea European Covered Bond (+0,74%) lieferte aber eine überzeugende Wertenwicklung.

Der indexunabhängig gemanagte Robus Mid-Market Value Bond (+1,07%) zeigte ebenfalls eine signifikante Outperformance. Bei den L/S Aktienfonds konnte der Artemis US Absolute Return (+0,14%) leicht zulegen, während der DNB TMT Absolute Return (+0,45%) nachgab. Der HANSAgold erzielte wiederum ein Plus von 3,31%.

Foto: Moventum

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