Zum Ausgang des G20-Gipfels

Das Resultat des G20-Gipfels in Osaka war bereits im Vorfeld absehbar, denn die USA und China stimmten beide einer Wiederaufnahme der Handelsgespräche zu. Huawei habe zudem eine partielle Entlastung angeboten bekommen, was nicht unbedingt zu erwarten war – Details über die Vereinbarung sind allerdings nur bedingt bekannt. Ein Kommentar von Dr. Salman Ahmed, Chief Investment Strategist bei Lombard Odier Investment Managers. 

Die zentrale Frage ist, ob die unzuverlässige Handelspolitik langfristig ebenso viel Schaden anrichten kann wie ein frontaler Konflikt. Denn es gibt Anzeichen einer Rekalibrierung der Lieferkette, da das derzeit flache globale Investitionswachstum sich in den negativen Bereich bewegt – eines der Hauptrisiken für den globalen Zyklus.

Kurzfristig positive Entwicklung zu erwarten

Angesichts der Entwicklungen rund um Huawei verhalten sich die Aktienmärkte kurzfristig positiv. Allerdings könnte auch die geldpolitische Entspannung der Fed seit Anfang Juli aufgrund der abnehmenden Spannungen nochmal unter die Lupe genommen werden. Deshalb rechnen wir im September mit dem Eintritt in einen Zinssenkungszyklus.

Wir gehen daher davon aus, dass in den kommenden Monaten eine auf globaler Ebene stattfindende Lockerung der Zentralbankpolitik nach wie vor ein großes Thema sein wird. Gründe dafür sehen wir primär in den weiter anhaltenden Unsicherheiten und deren Auswirkungen auf die globalen Investitionen.

Handelsbanken agieren autonom

Wir sehen jedoch keinen Zusammenhang zwischen den kurzfristigen Entwicklungen im Kontext des Handelskrieges und der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken, da sich die Abwärtsrisiken für das globale Wirtschaftswachstum verfestigt haben.

 

Foto: Shutterstock

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