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12. Mai 2015, 09:33
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Mehrere Kaufinteressenten für Prokon

Die insolvente Windenergie-Firma Prokon ist offenbar bei Investoren begehrt. Nach dem Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage soll auch der drittgrößte deutsche Energiekonzern EnBW Interesse an Prokon haben.

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Die Anleger des insolventen Windparkbetreibers Prokon müssen davon ausgehen, die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren.

Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters wollte sich am Montag nicht zu den Bietern äußern. Sie verwies darauf, dass ein Gläubigerausschuss in dieser Woche einen Investor auswählen wird.

Damit ist aber noch nicht entschieden, dass der potenzielle Geldgeber auch neuer Prokon-Inhaber wird. Erst eine Gläubigerversammlung Anfang Juli stimmt darüber ab, ob Prokon in eine Genossenschaft mit vielen Anteilseignern umgewandelt oder gänzlich veräußert wird.

Nach einem Bericht des “Handelsblatts” unter Berufung auf Branchenkreise will EnBW ein Angebot im Volumen von 500 Millionen Euro vorlegen. Ein Bestätigung hierfür gab es zunächst nicht. Capital Stage will Prokon über ein Tochterunternehmen zu 94,9 Prozent übernehmen. Für 5,1 Prozent soll ein weiterer Investor aufkommen.

Schlussstrich im Juli angepeilt

Der Verein “Freunde von Prokon”, in dem sich nach Vereinsangaben 10 368 bisherige Genussrechtsinhaber versammelt haben, sieht in dem Kaufinteresse die “Werthaltigkeit der Windkraft- und Stromlieferfirma” bestätigt. Es beflügele aber auch die Anstrengungen des Vereins, damit das Unternehmen in eine Energie-Genossenschaft umgewandelt wird, teilte der Verein am Montag mit.

Unter die Prokon-Pleite soll im Juli ein Schlussstrich gezogen werden. Insgesamt 75 000 Anleger werden wohl ungefähr die Hälfte ihrer Einlagen von 1,4 Milliarden Euro verlieren. Allen Gläubigern sollen voraussichtlich bis Anfang Juni Informationen zu den Insolvenzplänen zugesandt werden, kündigte Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin an.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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