Anzeige
28. November 2016, 11:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Commerzbank: Abschied mit Risiken

Die Commerzbank will keine Publikums-AIF mehr vermitteln. Das könnte sich womöglich als Bumerang erweisen. Der Löwer-Kommentar

FSonntag Cash Loewer005 CashFormat in Commerzbank: Abschied mit Risiken

„Es stellt sich durchaus ernsthaft die Frage, ob eine ordnungsgemäße Anlageberatung überhaupt möglich ist, ohne die Sachwertanlagen zumindest in den Anlagevorschlag einzubeziehen.“

Jetzt hat sich die Commerzbank also auch offiziell aus dem Publikumsvertrieb von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) verabschiedet: Die Zeitschrift „Finanztest“ (Stiftung Warentest) berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, die Bank habe ihr „mitgeteilt, dass sie seit 1. Oktober 2016 keine geschlossenen Fonds mehr an Privatanleger verkauft.“

Nun ist schon seit Längerem bekannt, dass die Commerzbank, die einst zu den wichtigsten Platzierern der Branche zählte, als Vertriebspartner weitgehend ausgefallen ist. Doch das vollständige Aus ist ein weiterer Tiefschlag für die Branche und vor allem die Begründung der Bank gibt zu denken.

„Reputationsgründe“

„Wir haben diese Entscheidung in erster Linie aus Reputationsgründen getroffen und damit bewusst auf Erträge verzichtet“, wird die Bank in „Finanztest“ zitiert. Was die Aktionäre dazu sagen, dass die Commerzbank, die derzeit nicht gerade mit tollen Geschäftszahlen glänzt, „bewusst auf Erträge verzichtet“, soll hier nicht Thema sein.

Vielmehr stellt sich die Frage, ob es so besonders schlau von der Bank ist, „Reputationsgründe“ anzuführen. Zum einen belegt sie damit, dass sie offenbar – wie auch die Verbraucherschützer – noch immer die voll regulierten AIF in einen Topf mit den früheren geschlossenen Fonds wirft und dokumentiert damit schlicht ihre Ahnungslosigkeit.

Zum anderen sind vielleicht nicht alle Commerzbank-Kunden davon begeistert, dass die Anlageempfehlungen ihres Beraters davon abhängen, wie sie sich – nach Ansicht des Instituts – auf das ohnehin arg ramponierte Image der Bank auswirken und nicht davon, ob sie für den Kunden das Beste sind.

Seite 2: Haftungsrisiko durch AIF-Verzicht?

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

Rechtschutz: Sinn oder Unsinn? Eine Frage der Perspektive

“Coram iudice et in alto mare in manu dei soli sumus“, lautet ein römisches Sprichwort: “Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand”.  Wer eine ungefähre Ahnung hat, wie hoch die Kosten bei Rechtsstreitigkeiten sein können, und wie ungewiss deren Ausgang bei fehlender juristischer Unterstützung, dürfte die Möglichkeiten des Rechtsschutzes zu schätzen wissen. Nun hat die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, neue Rechtsschutztarife eingeführt.

 

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...