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3. August 2005, 00:00
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Deutsche unterschätzen Rentenlücke

Zwar hat die deutsche Bevölkerung registriert, dass die gesetzliche Rente sinkt und die Lebenserwartung steigt, das Ausmaß und die Folgen dessen werden jedoch immer noch unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), Köln. Demnach würden bei realistischer Einschätzung der Lebenserwartung 59 Prozent aller Haushalte die Rentenlücke mit dem heutigen Sparverhalten nicht füllen können.

Wird unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts und gemäß den Prognosen der Rürup-Kommission die tatsächliche Lebenserwartung gar mit fünf bis sieben Jahren höher veranschlagt, ist die Lücke noch dramatischer. Trotz dieser Tatsache verfügt etwa ein Drittel der Haushalte über gar kein Finanzvermögen und spart auch nichts. Es sind laut DIA insbesondere jene, die unbedingt sparen müssten und ungebremst in die Altersarmut laufen.

Professor Dr. Axel Börsch-Supan Leiter des Mannheimer Forschungsinstituts für Ökonomie und demografischen Wandel (MEA) und einer der Autoren der Studie fordert auf Grund dieser Entwicklung politische Konsequenzen, spricht sich aber gegen die Einführung eines Obligatoriums aus: ?Gerade diejenigen, die am wenigsten sparen, dürften auch am häufigsten unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse haben und sind daher mit einem Obligatorium nur schwer erreichbar.?

Börsch-Supan plädiert stattdessen für das so genannte Opting-Out-Modell bei der Entgeltumwandlung. Das sind Vorsorgepläne, die bei einem Beschäftigungsverhältnis automatisch in Kraft treten, wenn nicht explizit dagegen Einspruch erhoben wird. Solche Modelle erreichen laut DIA in den USA Beteiligungsraten von über 85 Prozent. Bei Vorsorgeplänen, für deren Beteiligung sich jeder aktiv aussprechen muss, liegen die Beteiligungsraten nur bei einem Drittel.

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