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14. Dezember 2011, 15:48
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Studie: Vorsprung von Ausschließlichkeit im Schaden- und Unfallbereich schmilzt weiter

Die Ausschließlichkeit blieb im letzten Jahr mit 57 Prozent der Prämieneinnahmen der dominierende Vertriebskanal in der deutschen Schaden- und Unfallversicherung – allerdings mit rückläufiger Tendenz. Das zeigt die aktuelle Vertriebswege-Survey der Berater von Towers Watson.

Maklerportale-127x150 in Studie: Vorsprung von Ausschließlichkeit im Schaden- und Unfallbereich schmilzt weiterHinter der Ausschließlichkeit folgen die unabhängigen Vermittlern (24 Prozent) und der Bankvertrieb (8 Prozent). Zwar musste die Ausschließlichkeitsorganisation (AO) im vergangenen Jahr nur geringfügige Einbußen zugunsten der Banken und der unabhängigen Vermittler hinnehmen – doch die Studienmacher sehen darin einen dauerhaften Trend: „Seit Beginn unserer Studie nimmt der AO-Anteil kontinuierlich ab, während unabhängige Vermittler, also Makler, jeweils leicht dazu gewinnen“, sagt Towers Watson-Berater und Studien-Co-Autor Holger Görtz.

Keiner der befragten Versicherungsgesellschaften sieht für die Ausschließlichkeit eine wachsende Bedeutung voraus; 69 Prozent gehen aber zumindest von einem gleichbleibenden AO-Marktanteil aus. Auch nach Einschätzung der Studienmacher werden die Ausschließlichkeitsorganisationen zumindest in den nächsten Jahren weiterhin der führende Vertriebsweg für Schaden-/Unfallversicherungen bleiben. Für viele Agenturen ist das Schaden-/Unfallgeschäft die Basis ihres Wirtschaftens, mit dem ein hoher Anteil der Einnahmen erzielt wird, lautet das Fazit der Unternehmensberater.

Das größte Wachstumspotenzial wird den Vertriebswegen Makler sowie Direktvertrieb zuerkannt: 71 Prozent der Befragten schätzen die Bedeutung des Maklervertriebs als weiter steigend ein (2010: 42 Prozent). Während die Makler bei der Vermittlung industrieller Haftpflicht- und Sachversicherungen bereits eine starke Position innehaben, böten sich laut Towers Watson beim Privatkundengeschäft in vielen Teilsparten noch signifikante Wachstumschancen an.

Auch der Direktvertrieb kann weiter hoffen: Zwar lag der Direktvertriebsanteil in 2010 bei nur drei Prozent (2009: vier Prozent), doch aktuell schätzen 54 Prozent der Versicherer, dass die Bedeutung des Direktvertriebs im Schaden- und Unfallbereich zunehmen wird. 2010 vertraten erst 33 Prozent der Studienteilnehmer diese Position. Zudem prophezeit kein Befragter dem Direktvertrieb einen Bedeutungsverlust, im Vorjahr waren es noch 17 Prozent.

Seite 2: Versicherungsvertrieb über Internetportale verschärft Konkurrenzsituation

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