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5. Dezember 2012, 15:56
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Allianz will Provinzial kaufen

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge arbeitet der Branchenprimus Allianz derzeit am Erwerb des öffentlich-rechtlichen Versicherers Provinzial Nordwest. Unterdessen ist im Vorfeld einer Mitarbeiterversammlung Provinzial-Chef Ulrich Rüther mit einem Schraubenzieher angegriffen und verletzt worden.

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Ulrich Rüther, Provinzial Nordwest

In einer heute Nachmittag versandten offiziellen Stellungnahme der Provinzial Nordwest Holding zum tätlichen Angriff auf deren Vorstandsvorsitzenden heißt es: “Wie heute Vormittag bereits öffentlich bekannt wurde, ist unser Vorstandsvorsitzender Ulrich Rüther heute Morgen in der Provinzial in Münster von einem Unbekannten mit einem Schraubenzieher angegriffen und verletzt worden. Herr Rüther wurde in einem Krankenhaus behandelt. Wir haben mittlerweile mehrfach mit ihm telefonieren können. Er ist keinesfalls – wie es manche Medien berichten – schwer verletzt, sondern glücklicherweise schon wieder auf dem Weg der Besserung. Herr Rüther wird seiner Arbeit in den nächsten Tagen wieder nachgehen können.”

Finanzkreisen zufolge könnte die Allianz willens sein, für den Erwerb der Provinzial Nordwest über 2,25 Milliarden Euro zu zahlen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die über Presseberichte angekündigten Verkaufsplanungen der Provinzial scharf  kritisiert und “massiven Widerstand” angekündigt. Nach Einschätzung der Gewerkschaft wären nach einem Verkauf der Provinzial Nordwest Holding AG an die Allianz rund 6.000 Arbeitsplätze im Konzern in Gefahr, davon mehr als 4.000 im Münsterland.

“Durch eine solche Entscheidung würde der gesamte Sparkassen-Finanzverbund in Frage gestellt”, kritisiert die Verdi-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch.

Die Eigentümer der Provinzial Nordwest haben mittlerweile ein “Interesse aus dem Versicherungslager”  bestätigt, nicht allerdings den Namen des Interessenten.

Derzeitige Anteilseigner an der Provinzial Nordwest sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit 40 Prozent sowie die Westfälischen Sparkassen mit einem gleich hohen Anteil. Weitere Eigner sind die Sparkassen in Schleswig-Holstein (18 Prozent) und die ostdeutschen Sparkassen (zwei Prozent). (te)

Foto: Provinzial Nordwest

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1 Kommentar

  1. Lustig, lustig.Die öffentlich-rechtlichen Versicherer hätten längst per bundesweitem Zusammenschluß zum größten Versicherer Deutschlands aufsteigen können.Aber Nein, da mußten ja Pöstchen und Fürstentümer verteidigt werden.Jetzt gibt es Geschrei, weil sie, einer nach dem anderen vom Markt gepflückt werden. Es bleibt spannend. Grüße Nils Fischer AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 7. Dezember 2012 @ 11:21

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