Anzeige
8. Oktober 2014, 09:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Ende des Bullen-Marktes unwahrscheinlich”

Der Templeton Growth Fund aus dem Hause Franklin Templeton zählt zu den Klassikern seines Sujets und wird von einer ganzen Reihe von Versicherungsgesellschaften im Rahmen ihrer Fondspolicen angeboten. Cash. sprach mit Fondslenker Norman Boersma über die aktuelle Positionierung und die Perspektiven.

Bullen-Markt

“Das Gros der Anleger präsentiert sich eher nervös an den Kapitalmärkten und agiert sehr vorsichtig. Das spricht nicht für ein Ende des Bullen-Marktes.”

Cash.: Gegenwärtig ist der Fonds beinahe vollständig investiert. Bedeutet das, dass Sie mit einer Fortdauer des Bullen-Marktes rechnen?

Boersma: Ich würde nicht zu viel Augenmerk auf die Cash-Quote legen. Historisch gesehen hat sie sich je nach Zuflüssen in den Fonds oder aufgrund besonderer Möglichkeiten auf den Aktienmärkten unterschiedlich stark verändert.

Wir sind natürlich in der Lage, die Barmittel zu erhöhen, wenn die Bewertungen weltweit ein Investment in Aktien eher ausschließen. Grundsätzlich sind unsere Anleger jedoch daran interessiert, dass wir vollständig in Aktien investiert sind und nicht an einer taktischen Asset-Allokation.

Das letzte Mal, als der Fonds über eine große strategische Cash-Quote verfügte, war zur Zeit der TMT-Blase. Damals gab es bewertungsseitig keine Schnäppchen an den Aktienmärkten. Dafür boten alternative Anlagen mit Zinsen jenseits von fünf Prozent attraktive Chancen.

Gegenwärtig finden wir nach wie vor eine ausreichende Zahl von Aktien in unterschiedlichen Regionen und Sektoren, die auf Basis ihrer langfristigen Bewertungen mit einem deutlichen Abschlag gehandelt werden. Wie lange der Bullen-Markt anhält, wissen auch wir nicht und es ist sehr schwer, Märkte präzise zu timen.

Unser Gründer und langjähriger Fondsmanager des Templeton Growth, Sir John Templeton, hat übrigens eine sehr gut nachvollziehbare Formel entwickelt, um die unterschiedlichen Phasen des Marktzyklus zu erklären.

Wie sieht diese Formel aus?

Sie lautet: Bullen-Märkte entstehen in Phasen von Pessimismus, wachsen durch Skepsis, reifen durch Optimismus und sterben in Zeiten der Euphorie. Das haben uns 60 Jahre, in denen wir Vermögensanlage betreiben, gelehrt.

Bullen-Märkte enden meist in Phasen, die durch extremen Optimismus und Vertrauen der Anleger geprägt sind und die sich in unrealistischen Annahmen über zukünftige Gewinne der Unternehmen niederschlagen. Eine solche Phase ist jedoch derzeit mitnichten zu erkennen.

Im Gegenteil: Das Gros der Anleger präsentiert sich eher nervös an den Kapitalmärkten und agiert sehr vorsichtig. Das spricht nicht für ein Ende des Bullen-Marktes.

Seite zwei: “Aktie wird in “Schnäppchenliste” aufgenommen oder nicht”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

“Silver Surfer” erobern das WorldWideWeb

Die Digitalisierung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “D21-Digital-Index 2018 / 2019”, die die Initiative D21 heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentiert.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Schwankende Coins an Gold binden

Seit jeher suchen Menschen Stabilität. Bei Währungen, der Basis unseres Wirtschafts- und sozialen Lebens ist dies nicht anders. Das hart verdiente und ersparte Geld soll nicht durch Inflation oder andere Unwägbarkeiten entwertet werden.

Gastbeitrag von Harald Seiz, Karatbars International GmbH

mehr ...

Berater

Rechtsstreit mit dem Versicherer: Gefährliche Vakanzphase

Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem privaten Krankenversicherer ist für den Versicherten nicht ohne Risiko. Für die Dauer des Prozesses ist sein Versicherungsschutz unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Christof Bernhardt

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...