Anzeige
Anzeige
4. November 2015, 08:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Unser Digitalisierungsansatz umfasst alle Systeme”

Ralph Brand will Zurich Deutschland grundlegend reformieren. Der Vorstandsvorsitzende der Zürich Gruppe Deutschland spricht über das neue Effizienz- und Investitionsprogramm des Versicherers, künftige Wachstumsfelder und sagt, warum die Digitalisierung nicht zu einer “Kulissenschieberei” führen dürfe.

Digitalisierungsansatz

“Wir müssen unsere Komplexität reduzieren. So werden wir kostenseitig attraktiver für den Kunden und verbessern gleichzeitig die Kommunikation.“

Cash.: Herr Brand, Sie haben jüngst ein “Effizienz- und Investitionsprogramm” für Zurich Deutschland angekündigt, wodurch binnen zweier Jahre bis zu 500 der 5500 Stellen abgebaut werden sollen. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Programm?

Brand: Ja, wir haben ein Effizienz- und Investitionsprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen wir insbesondere an unseren Prozessen und Strukturen arbeiten. Wir müssen besser, schlanker und kostengünstiger werden. Ein Personalabbau ist also nicht unser vorrangiges Ziel. Aber letztlich werden wir in zwei Jahren bis zu 500 Stellen weniger haben als heute. Sofern ein Abbau stattfinden muss, soll dieser sozialverträglich ablaufen.

Weiter hieß es, dass Sie neben Kostensenkungen auch planen, die “Komplexität” im Umgang mit den Kunden zu reduzieren. Was genau ist damit gemeint?

Wir müssen unsere Komplexität reduzieren. So werden wir kostenseitig attraktiver für den Kunden und wir schaffen es gleichzeitig, den gesamten Dialog, die Kommunikation mit unseren Kunden, einfacher und besser zu machen. Mit einer gewissen Komplexität werden wir, wie die gesamte Versicherungsindustrie, wohl immer leben müssen. Aber wir können durchaus deutlich weniger kompliziert werden. Deshalb werden wir Arbeitsabläufe und Prozesse optimieren. Wir geben mehr Verantwortung an die Mitarbeiter, die nahe am Kunden sind. So können sie vermehrt und vor allem schneller eigene Entscheidungen treffen. Aber natürlich ist nicht jeder gleich gewillt oder in der Lage, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Wir müssen es aber schaffen, eine Fehlerkultur zu leben und selbstständig zu entscheiden, auch dann, wenn Fehler passieren. Und diese Fehler müssen wir dann aber auch akzeptieren.

Seite zwei: “Kulissenschieberei bei Digitalisierung”

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...